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Lokales

12. Dezember 2017 | 07:42 Uhr

Open Ship : Nato-Flotte zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Minenabwehrverband der Nato legte einen Zwischenstopp im Stadthafen ein. Die Besucher strömten zahlreich zu den Schiffen.

svz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Nachdem am Freitag sieben Schiffe des Nato-Verbandes im Stadthafen anlegten, zog es am Wochenende viele Besucher an die Kai- kante. Der Minenabwehrverband macht in Rostock einen Zwischenstopp, bevor er die Hansestadt heute Richtung Norwegen verlässt.

Am Sonnabend durften Besucher beim Open-Ship die Nato-Schiffe besichtigen. ,,Wir sind zufällig hier, die Gelegenheit bietet sich nicht alle Tage,“ sagt Ines Reimers. Während die Rostockerin an der Aussicht vom Oberdeck interessiert war, nahm ihr Freund Gerwin die Schiffstechnik des N42 Kommando- und Versorgungsschiffes ,,Jotvingis“ aus Litauen unter die Lupe. Die ,,Standing Nato Groups“ sind die ständigen, multinationalen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die Nato stets flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält sie vier dieser Marineverbände aus acht Nationen. Zu ihnen gehören auch die Minenabwehreinheiten, die aus den baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland kommen. Aufgabe ist es, nach Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen, um diese anschließend zu räumen. Nach Schätzungen befinden sich heute noch 80 000 Minen in der Nord- und Ostsee. Besichtigt werde konnte zusätzlich das Minenjagdboot ,,Datteln“. ,,Die Besatzung absolvierte ein monatelanges Ausbildungsprogramm, bevor wir uns dem Nato-Verband anschlossen“, so Kapitänleutnant Helena Linder-Jeß. Dies international zeigen zu können, erfreute die 32-Jährige besonders. Zu den Aufgaben der Verbände gehören auch Embargo-Operationen sowie humanitäre Hilfs-, Katastrophen- und Anti-Terror-Einsätze.

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