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Mehrheit gegen Umbenennung des Bützower Leninrings : Namensänderung erstmal vom Tisch

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Die von der CDU vorgeschlagene Namensänderung für den Bützower Leninring scheint vom Tisch zu sein. Die Stadtvertretung entschied, dem Votum aus der Bevölkerung zu folgen und es vorerst beim alten Namen zu belassen.

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erstellt am 29.Mär.2011 | 07:32 Uhr

Bützow | Die von der CDU vorgeschlagene Namensänderung für den Bützower Leninring scheint vom Tisch zu sein. Mehrheitlich entschied sich der Hauptausschuss der Stadtvertretung Montagabend dafür, dem Votum aus der Bevölkerung zu folgen und es vorerst beim alten Namen zu belassen. Die Entscheidung über die Namensänderung soll erstmal ausgesetzt werden, so will es der Hauptausschuss der Stadtvertretung vorschlagen, die dann darüber beschließen soll. Zwar haben nur relativ wenige Bützower die Möglichkeit genutzt, zu diesem Thema Stellung zu beziehen. Nur 180 Bürger hatten den Umfragecoupon ausgefüllt: Davon waren 65 für eine Umbenennung, 112 waren dagegen. Darüber hinaus hatte sich die 120 Mieter zählende Eigentümergemeinschaft aus dem Leninring gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Wie viele Bürger aber genau dafür oder dagegen waren, ist nicht klar.

Wenn sich auch nicht viele geäußert haben, so sei doch "der Ausschlag des Pendels eindeutig. Die Einwohner wollen keine Straßenumbenennung", fasste Bürgermeister Sebastian Constien (parteilos) das Ergebnis zusammen. Dies könne man nicht ignorieren, findet er.

"Die Bürger positionieren sich mehrheitlich demokratisch dagegen", so Wolfgang Wehrmann (Einzelbewerber/FDP). Es sei auch eine Generationenfrage, meint Frank Schröder (CDU). "Mein Eindruck ist, die Jüngeren wären schon für eine Umbenennung", sagt er. Er persönlich sei ebenfalls weiterhin dafür, betonte er. Die Entscheidung habe auch eine moralische Seite, findet Karsten Thiemann (CDU). "Die Russen haben Lenin beerdigt und wir sollten es auch tun", meint er.

Er sei dagegen, die Älteren als Verhinderer zu stigmatisieren, so Ralf-Peter Katzer (UBB). Für ihn und seine Fraktion sei es eindeutig: "Das Ergebnis der Befragung liegt vor und da müssen wir uns nach dem Votum der Bürger richten."

Das fand auch Manfred Salow (Die Linke): "Das Votum war eindeutig, nur knapp ein Drittel war dafür, zwei Drittel waren dagegen. Auch meine Fraktion ist gegen eine Umbenennung", sagt er.

"Viele Bürger, die dort wohnen, verbinden mit dem Namen Erinnerungen", so Joachim Fiedler (SPD). Auch seine Fraktion sei dafür, das Bürgervotum zu berücksichtigen und den Straßennamen vorerst so zu belassen, wie er ist.

Doch will die CDU auf der Stadtver-tretersitzung ihren Antrag dennoch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen, stehen doch die Unionsfreunde weiter dahinter. Der Antrag wird nun ergänzt um den Passus, dass die Umbenennung auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird.

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