Nachwuchsschmiede in der Prignitz

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23. Februar 2011, 07:47 Uhr

Pritzwalk | Die Nachwuchsschmiede für die brandenburgische Landwirtschaft befindet sich seit inzwischen zehn Jahren im Nordwesten des Landes. Am Oberstufenzentrum (OSZ) Prignitz in Pritz walk können Lehrlinge neben dem Berufsabschluss innerhalb von drei Jahren auch die Fachhochschulreife erwerben. Es ist der einzige Standort in der Mark, der diese zusätzliche Möglichkeit bietet.

Zahlreiche Lehrlinge studieren anschließend an der Fachhochschule Neubrandenburg. "Die ersten Absolventen arbeiten inzwischen als Betriebsleiter", sagt Annette Wachholz, Fachlehrerin am OSZ.

Sorge bereitet dem Prignitzer Ausbildungszentrum indes die Entwicklung der Schülerzahlen. Aktuell befinden sich 31 Azubis in der Doppelqualifizierung - verteilt auf drei Lehrjahre. Auf das erste Lehrjahr entfallen nur acht angehende Landwirte. Der Einbruch, den die allgemeinbildenden Schulen bereits erlebten, sei in der Berufsbildung angekommen, so Annette Wachholz. Und er mache sich natürlich auch in der normalen Land- und Tierwirtausbildung bemerkbar.

Offensiv akquirieren könne das OSZ die Lehrlinge nicht. "Wir sind darauf angewiesen, dass die Agrarbetriebe Azubis einstellen", verdeutlicht die Pädagogin. Es gebe zwar eine stetige Nachfrage seitens der Unternehmen nach der Doppelqualifizierung. Am OSZ weiß man aber auch, dass die märkischen Landwirtschaftsbetriebe mehr denn je Wert legen auf gute Schulabgänger.

Auf seinem Weg zum Land- bzw. Tierwirt stellt sich der Nachwuchs alle zwei Jahre einem Berufswettbewerb. Er wird bundesweit jeweils für die Lehrlinge des zweiten und dritten Jahres ausgerichtet. Gestern fand der regionale Vorausscheid in Pritz walk statt. Für den Landeswettstreit qualifizierte sich unter anderem eine junge Frau aus der Prignitz.

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