Nachwuchs sichern

Junges Team: Azubis Hannes Fieseler (l.) und Marco Lemke (r.), in der Mitte Meister und Ausbilder André Werner.
Junges Team: Azubis Hannes Fieseler (l.) und Marco Lemke (r.), in der Mitte Meister und Ausbilder André Werner.

Fachkräfte selbst ausbilden und damit den Bedarf, der sich durch den Generationswechsel abzeichnet, im eigenen Betrieb absichern, das macht auch der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband WTAZV.

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19. August 2009, 09:11 Uhr

Perleberg | "Wir bilden jetzt zum 3. Mal aus und haben zum 1. August zwei Lehrlinge eingestellt", stellt Jörg Seidel, Technischer Leiter und stellvertretender Verbandsvorsteher, die zwei "Neuen" vor. Vorgelegen hatten 19 Bewerbungen. Marco Lemke aus Wittenberge will Fachkraft für Wasserversorgungstechnik werden, Hannes Fieseler aus Quitzöbel Fachkraft für Abwasserentsorgungstechnik.

Ausgebildet hat der WTAZV, mit Abstand von drei Jahren bereits zwei Fachkräfte für Abwasserentsorgung. "Und auch übernommen", ergänzt Jörg Seidel. "Wir haben einen ziemlich hohen Altersdurchschnitt und bemühen uns daher, eigenen Nachwuchs auszubilden und Arbeitskräfte nicht über den Arbeitsmarkt einzustellen."

In den zurückliegenden zweieinhalb Wochen haben die neuen Azubis bereits mehrere Wasserwerke (im Verbandsgebiet gibt es 24) bzw. Klärwerke kennengelernt. Und sie mussten feststellen, dass mit den Anlagen sehr viel moderne Technik verbunden ist.

"Ein Großteil der berufspraktischen Ausbildung enthält deshalb sehr viel Elektrotechnik, Elektronik, Labortechnik usw. Das können wir hier nicht bieten, ebenso nicht die Schweiß- oder Tiefbauausbildung, und sind deshalb sehr froh, dass dazu Verträge mit dem Bildungsinstitut für Umwelt und Wasserwirtschaft in Neubrandenburg zustande gekommen sind", betont Jörg Seidel. Er weiß, dass die Ausbildung nicht ohne finanzielle Belastung für die beiden Azubis ist, denn außer nach Neubrandenburg müssen sie auch zur Berufsschule nach Forst fahren. Denn beide Schulbesuche sind nicht ohne Wohnheimnutzung möglich.

In der Betriebsausbildung werden Marco und Hannes von André Werner begleitet. Auch er ist neu im WTAZV, begann seine Tätigkeit am 1. Juli - nach erfolgreichem Abschluss der Meisterschule in Dresden. Der gebürtige Hagenower schloss die Schule mit einer Ausbildereignungsprüfung ab und löst im Verband den Wassermeister Ulrich Eckardt ab, der zum 1. Dezember in den Vorruhestand geht.

Marco und Hannes sind sich nach den ersten Wochen sicher, die richtige Berufsentscheidung getroffen zu haben. Außerbetrieblich haben sie sich längst entschieden: Marko ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge, war hier schon in der Jugendwehr. Hannes ist Handballer beim PHC Wittenberge.

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