Nachts brennt jede dritte Lampe

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30. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Wolfshagen | In Wolfshagen wird künftig zu nächtlicher Stunde, also von 23 bis 5 Uhr, nur noch jede dritte Straßenlampe brennen. Darauf einigte sich der Ortsvorstand bei einem Ortstermin mit der Gemeindeverwaltung und dem beauftragten Elektriker. Der hatte zuvor irrtümlich die Lampen schon um 22 Uhr abgeschaltet. Doch um 22.30 Uhr ist im Wolfshagener Drahtwerk Schichtwechsel. Und da sollen die Beschäftigten nicht im Halbdunkel den Dienst- bzw. Heimweg antreten, so Wolfshagens Ortsvorsteherin Kerstin Kordelle.

In den anderen Dörfern, die zum Ortsteil Wolfshagen gehören, werden die Straßenlampen nachts generell abgeschaltet, zum Teil ab 23 Uhr, zum Teil auch schon etwas früher. Ein Anschalten der Lampen per Handy ist für keinen dieser Orte vorgesehen, so Kerstin Kordelle.

Nach wie vor bestehen die Wolfshagener nach Aussage ihrer Ortsvorsteherin darauf, alles zu belassen, wie es ist, was die postalische Adresse anbelangt. Also sowohl die jetzigen Straßennamen als auch die Postleitzahl sollen beibehalten werden. Die Gemeindeverwaltung ist derzeit dabei, gemeinsam mit den Ortsbeiräten doppelte Straßennamen innerhalb der Gemeinde zu verändern, um danach auch eine einheitliche Postleitzahl zu beantragen. Derzeit gibt es im Gemeindebereich Groß Pankow (Prignitz) noch zwei, weil sich die Gemeinde aus Orten der Altkreise Perleberg und Pritzwalk zusammen setzt. Das aber sowie auch doppelte Straßennamen führe zu Problemen bei der Zustellung amtlicher Post.

Zudem müsse mit der Einrichtung der Regionalleitstelle in Potsdam ab 1. Januar - die Vorbereitungen für die Umstellung laufen bereits ab 15. Dezember - auch Sicherheit für den Rettungs- und Katastropheneinsatz geschaffen werden. Denn die Alarmierung erfolgt dann nicht mehr von Perleberg aus, sondern von Potsdam, nur sechs Prignitzer Kollegen mit entsprechender Ortskenntnis sind dort dann tätig.

Der kreisliche Sachbereichsleiter des Brand- und Katastrophenschutzes Erich Schlotthauer appelliert deshalb an alle Gemeinden, alles zu tun, damit es im Ernstfall nicht zu Verwechslungen kommen kann.

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