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Lokales

22. August 2017 | 17:00 Uhr

Nachfrage übertrifft Jobangebote

vom

Prignitz | Das neue Förderprogramm Arbeit für Brandenburg sei im Landkreis Prignitz gut angelaufen. Zu dieser ersten Einschätzung gelangt Torsten Uhe, erster Beigeordneter des Landrates. Von den für den Kreis bewilligten 48 Stellen bis Jahresende liegen nach nur rund vier Wochen bereits 25 Anträge vor - eine Perspektive für Langzeitarbeitslose.

Zwei Maßnahmen mit vier Teilnehmern haben bereits begonnen, heute starten weitere. "Die Landes- und kreislichen Mittel stehen zur Verfügung", versichert Uhe. Schwierig sei die Kofinanzierung durch die ARGE, da durch laufende Projekte ein Großteil der Mittel für dieses Jahr gebunden sei. Aber Uhe und Thomas Puth als stellvertretender Arge-Geschäftsführer seien zuversichtlich, dass die benötigten Mittel fließen werden.

Die Gemeinde Karstädt hat bereits eine Maßnahme für fünf Arbeitskräfte beantragt, informiert Bürgermeister Udo Staeck. Pflegerische Arbeiten im touristischen Bereich sind ihre Aufgaben. "Unser Radwegenetz muss gewartet werden, ebenso die vielen Hinweisschilder", sagt Staeck. Sie können Sitzbänke bauen, die Zuwegung zum Garliner See ausbessern, der stark frequentiert werde.

Das Förderprogramm bezeichnet Staeck als sinnvoll und sieht für das nächste Jahr weiteren Bedarf. "Für uns ist es interessant, da für die Kommunen im Prinzip keine Kosten entstehen." Beim vorherigen Programm Kommunalkombi trugen die Gemeinden einen Teil der Lohnkosten. "Mehr als 20 Stellen hatten wir geschaffen und uns damit finanziell weit hinaus gelehnt, aber der Bedarf war einfach groß", sagt der Bürgermeister.

Das größte Stellenkontingent hat die Stadt Wittenberge, insgesamt elf. "Und wir könnten jetzt schon zwölf besetzen", sagt Hauptamtsleiterin Waltraud Neumann. Die Stadt selbst möchte Stellen zur Koordinierung aller laufenden Beschäftigungsmaßnahmen, für das Möbellager sowie für die Jugendarbeit besetzen. Kreissportbund, Awo und CJD hätten ebenfalls Anträge eingereicht, denen die Stadt zugestimmt habe.

"Für Langzeitarbeitslose ist das ein sinnvolles Programm", meint Neumann. Vorteilhaft für die Kommunen sei, dass sie in der Regel nicht an der Finanzierung beteiligt seien.

In Warteposition ist das Amt Bad Wilsnack/Weisen: "Einige unser rund 30 Kommunalkombi-Stellen laufen im nächsten April aus und daran würden wir gerne nahtlos anknüpfen", begründet Amtsdirektor Hans-Jürgen Arndt. Wenn das Kontingent ausreicht, plane das Amt mit sechs Stellen. Ideal wäre, wenn die Kollegen noch eingearbeitet werden könnten. Wege ausbessern, für Ordnung und Sauberkeit sorgen, beschreibt Arndt die Aufgaben. "Maßnahmen, für die die Gemeinden kein Geld haben. Wir achten aber darauf, dem Gewerbe keine Arbeit weg zu nehmen."

Landesweit sollen bis Ende 2014 mindestens 6500 Langzeitarbeitslose im gemeinwohlorientierten Bereich Arbeit finden.

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erstellt am 31.Aug.2010 | 08:12 Uhr

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