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Nach dem Flyer-Desaster: Jugendrat entschuldigt sich

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erstellt am 06.Aug.2010 | 07:17 Uhr

Bützow | Die Mitglieder des Bützower Jugendrates sind entsetzt. Dass ihre Heimatstadt "von Rentnern und Neonazis regiert" werde, wie es auf einem Flyer zur Jugendrocknacht am 21. August heißt (SVZ berichtete), von einer solchen Aussage distanzieren sie sich. "Hiermit möchten wir uns für die grundlosen und niveaulosen Anschuldigungen, die unter unserem Namen veröffentlicht wurden, entschuldigen. Die Jugendrocknacht wurde seit Monaten durch zahlreiche Jugendliche mit Unterstützung des Jugendsozialarbeiters, ehrenamtlichen Helfern und der Stadtverwaltung gemeinsam vorbereitet", heißt es in einem Schreiben an unsere Redaktion.

Die jungen Organisatoren kümmerten sich um die Finanzierung, warben dafür u.a. Geld von der Stadt ein. Es erfolgten die Auswahl der Bands, die Vertragsabschlüsse, Abstimmungen mit der Polizei und dem Ordnungsamt zur Gewährleistung der Sicherheit. Es gibt eine Internetpräsentation, Plakate wurden gestaltet, Flyer entworfen. "Alles sollte gemeinsam besprochen werden. Zwei aus unseren Reihen bekamen eine gewisse Selbstständigkeit zugesprochen." Die "gedruckten Ausführung" des Flyers sei aber nicht mit dem "Einverständnis des restlichen Teams angefertigt" worden. "Wir wissen, dass ohne die Unterstützung der Bützower, ob alt oder jung, solche Veranstaltungen nicht möglich wären. Wir finden auch die Kritik an den Organisatoren der bisherigen Topidofestivals unangebracht." Die beiden Jugendlichen hatten in einem SVZ-Beitrag die schlechte Organisation des Festivals im Vorjahr kritisiert.

1000-fach waren die Flyer mit zahlreichen Rechtschreibfehlern sowie der verbalen Entgleisung u.a. in Bützow, Güstrow und Rostock in Umlauf gebracht worden. Sie wurden mittlerweile eingesammelt.

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