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Als einziges Bundesland Arbeitsplätze verloren : MV profitiert am wenigsten vom Aufschwung

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Mecklenburg-Vorpommern hat 2010 am wenigsten von der wirtschaftlichen Erholung profitiert und als einziges Bundesland Arbeitsplätze verloren. Wie das Statistische Amt mitteilte, gab es 1900 Jobs weniger als 2009.

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erstellt am 20.Jan.2011 | 06:08 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern hat 2010 bundesweit am wenigsten von der wirtschaftlichen Erholung profitiert und als einziges Bundesland Arbeitsplätze verloren. Wie das Statistische Amt am Donnerstag in Schwerin mitteilte, gab es 1900 Jobs weniger als 2009. Die Zahl der Erwerbstätigen sank nochmals um etwa 0,3 Prozent auf 728 300. Im Krisenjahr 2009 hatte das Minus 0,2 Prozent betragen.

Im Bundesdurchschnitt stieg die Erwerbstätigenzahl 2010 um 0,5 Prozent. Abgebaut wurden in Mecklenburg-Vorpommern aber vor allem Billigjobs. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und auch die selbstständige Arbeit seien dagegen leicht gestiegen, hieß es.

Wie aus den Daten, die der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder auswertete, weiter hervorgeht, waren vom Arbeitsplatzverlust alle drei Hauptbereiche der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern betroffen. In der Landwirtschaft sank die Erwerbstätigenzahl dabei überdurchschnittlich um 2,1 Prozent. Im Dienstleistungsbereich (- 0,2 Prozent) sowie im vergleichsweise schwach entwickelten Produzierenden Gewerbe (- 0,1 Prozent) fiel der Rückgang verhaltener aus.

Von den 728 300 Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsplatz 2010 in Mecklenburg-Vorpommern hatten, waren etwa 10 Prozent Selbstständige.

Knapp 90 Prozent waren als Arbeiter oder Angestellte abhängig beschäftigte Arbeitnehmer. Jeder siebte hatte dabei einen sogenannten Billigjob, bekam also für Teilzeitarbeit nicht mehr als 400 Euro oder war auf staatliche Zusatzleistungen angewiesen, weil sein Einkommen nicht zum Leben reichte.

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