Mutmaßliche Einbrecher gefasst

Knöcheltief stand morgens das Wasser im Sanitärbereich der Gadebuscher Turnhalle. Schäden gibt es auch am Hallenparkett und an einer Zwischendecke.
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Knöcheltief stand morgens das Wasser im Sanitärbereich der Gadebuscher Turnhalle. Schäden gibt es auch am Hallenparkett und an einer Zwischendecke.

Nach mehreren Einbrüchen und Vandalismusschäden in Gadebusch hat die Polizei die mutmaßlichen Täter gefasst. Auf ihr Konto soll u. a. die Verwüstung der Turnhalle in der Amtsstraße gehen. Grundschüler, Sportvereine und Menschen, die sich nach Herz-Kreislauf-Beschwerden zurück ins normale Leben kämpfen, waren damals die Leidtragenden.

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16. Juli 2009, 11:47 Uhr

Gadebusch | Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt. Denn die damals noch unbekannten Täter drangen in gleich drei Gebäude ein. Den größten Schaden richteten sie dabei in der Turnhalle in der Amtsstraße an.

Dort randalierten sie in den Räumen, zerstörten Sanitärbereiche und setzten die Halle unter Wasser. Die Stadt sperrte daraufhin das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahre 1913 aus Sicherheitsgründen. Grundschüler, Vereine und Menschen, die sich nach Herz-Kreislauf-Beschwerden mit Sport und unter ärztlicher Aufsicht zurück ins normale Leben kämpfen, konnten die Halle wochenlang nicht mehr nutzen.

Die Männer, die dafür verantwortlich sein sollen, konnte die Gadebuscher Polizei jetzt ermitteln. Bei ihnen handelt es sich um zwei Gadebuscher im Alter von 21 und 25 Jahren. "Die Beweislast ist erdrückend", sagte gestern der Gadebuscher Kripochef Wolfgang Weidemann. Die Ermittler fanden in den Wohnungen der Männer einen Teil des Diebesguts. Dabei handelt es sich u. a. um einen Defibrilator, der zu Leben rettenden Sofortmaßnahmen verwendet wird, eine Sauerstoffflasche und eine Musikanlage.

Monatelang hatte die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern gesucht. Ihnen drohen Gerichtsverfahren wegen mehrfachen Einbruchs, Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Denn bei den - von der Staatsanwaltschaft Schwerin beantragten - Hausdurchsuchungen fanden die Ermittler auch Cannabis-Produkte. Sie beschlagnahmten zudem Wasserpfeifen für den Drogenkonsum.

Neben der Turnhalle waren im August vergangenen Jahres auch zwei Baracken von den Einbrüchen betroffen. Auf dem Schlossberg wurde in einem Gebäude der Inhalt zweier Feuerlöscher versprüht und Farbe auf den Fußboden geschüttet. Die stellvertretende Bürgermeisterin Rommy Elßner sprach von einer massiven Zerstörungswut ohne Sinn und Verstand. Der Schaden belief sich auf mehrere tausend Euro (SVZ berichtete).

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