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Lokales

12. Dezember 2017 | 09:17 Uhr

Musikland braucht Unterricht

vom

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erstellt am 05.Sep.2010 | 06:23 Uhr

Ueckermünde/Rostock | Der Landesverband der Musikschulen in MV fürchtet im Zuge der Kreisgebietsreform eine Verschlechterung der Musikschulangebote für Kinder. "Es ist wichtig, dass der Zugang zu den Schulen generell für alle Schüler offenbleibt", sagte die Verbandsvorsitzende Christiane Krüger am Wochenende. "Wir legen Wert darauf, dass die Unterrichtsangebote in allen Regionen erhalten bleiben." Dabei dürfe insbesondere der ländliche Raum mit den vielen kleinen Musikschulzweigstellen nicht benachteiligt werden.

An diesem Montag feiert der Verband in Rostock seinen 20. Geburtstag. Die Musikschulen seien gefragt wie noch nie. Derzeit werden in den 20 Musikschulen des Landes rund 18 000 Schüler unterrichtet, nach der Wende waren es 9000 Schüler. "Allerdings gab es vor 20 Jahren 292 hauptamtliche Lehrer, heute sind es 263 Lehrer", sagte Krüger.

Inzwischen gebe es viel mehr Lehrer, die auf Honorarbasis unterrichten. Der Verband wolle daraufhinwirken, dass Stellen, die beispielsweise durch Ruhestand frei werden, wieder besetzt werden. Es sei aber allen klar, dass sich die Kreise und Städte in finanziellen Zwangssituationen befinden."Wir brauchen in unserem Land motivierte Menschen, die als ausgebildete Musikpädagogen von ihrer Arbeit leben können und für lange Zeiträume zur Verfügung stehen." Dieses Gefühl sei auch wichtig für die Absolventen der Rostocker Hochschule für Musik und Theater, wenn sie sich nach Abschluss ihres Studiums nach einer Beschäftigung primär in Mecklenburg-Vorpommern umschauen. Seit seiner Gründung fördert der Landesverband nach Worten Krügers den Erhalt und die Entwicklung der Musikschularbeit. "Hauptziel war und ist immer der Zugang zu einer niveauvollen und gleichzeitig bezahlbaren musikalischen Ausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Schichten", betonte sie. Von großer Bedeutung seien dabei die Kooperationen mit Kitas, Schulen oder Sozialverbänden.

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