Mühlen Eichsens Karnevalisten zwischen Himmel und Höllenfeuer

Höllisch heiß oder himmlisch brav? Die Mühlen Eichsener Tanzgruppe hat für die 38. Karnevalssaison im Stepenitztal gleich drei Choreographien einstudiert. Dabei nehmen es (v.l.) Anne Freitag, Lisa Mundzeck, Steffi Maas, Susi Tressat, Anna Ott und Gitta Döffinger ernst mit dem Motto 'Himmel, Hölle und Helau'. Montage Malte Behnk
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Höllisch heiß oder himmlisch brav? Die Mühlen Eichsener Tanzgruppe hat für die 38. Karnevalssaison im Stepenitztal gleich drei Choreographien einstudiert. Dabei nehmen es (v.l.) Anne Freitag, Lisa Mundzeck, Steffi Maas, Susi Tressat, Anna Ott und Gitta Döffinger ernst mit dem Motto "Himmel, Hölle und Helau". Montage Malte Behnk

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25. Januar 2010, 01:57 Uhr

Mühlen Eichsen | Auch wenn das Thermometer derzeit zweistellige Gradzahlen unter dem Gefrierpunkt anzeigt, wird es heiß im Stepenitztal. Die Narren des Eichsener Carneval Club (ECC) beschwören in ihrer 28. Saison nämlich nicht nur die Mächte des Himmels sondern auch die der Hölle empor. "Himmel, Hölle und Helau" lautet das Motto, unter dem sich die Karnevalisten aus Mühlen Eichsen und Umgebung schon seit Monaten auf die elfte Jahreszeit freuen.

Am 11. Dezember haben die Narren um ihren Präsidenten Rainer Dobbertin und Prinzenpaar Stefan und Bianca den Schlüssel der Gemeinde von Bürgermeister Jürgen Ahrens übernommen und die Karnevalssaison mit einem Umzug durch das da schon verschneite Dorf eröffnet. Inzwischen liegen hinter den Tänzerinnen und der Männertanzgruppe schon wieder etliche Proben. "Wir sind schon seit September wieder beim Training", sagt Anne Freitag. In diesem Jahr haben die jungen Frauen außer ihrem Gardetanz in den grün-weißen uniformen noch drei weitere Choreografien erarbeitet, die sich mal mehr, mal weniger mit den Themen Himmel oder Hölle beschäftigen. Und dabei werden auch die tanzenden ECC-Herren von den Damen gefordert. Wer dabei die Rolle der Engel und wer die der Teufel übernimmt, kann vielleicht erraten werden, Sicherheit bietet aber nur ein Besuch einer der ECC-Veranstaltungen in der Mühlen Eichsener Turnhalle.

Aufgrund der großen Beleibtheit in der Region gibt es inzwischen drei Abendveranstaltungen außer dem Seniorenfasching und dem Kinderkarneval. "Der erste Abend ist dabei meist am besten besucht und besonders spaßig, weil alles noch neu ist. Der letzte Abend ist hinter den Kulissen von der Stimmung am schönsten, weil wir dann viel geschafft haben", sagt Gitta Döffinger aus Sicht der teilnehmenden Tänzerinnen. Sie, das Männerballett, der Elferrat und alle Helfer sorgen dafür, dass für das Publikum jeder der drei Abende eine ausgelassene Karnevalsparty wird.

Gerne dürfen sich für die Tanzgruppe auch weitere junge Frauen melden, die die zurzeit 16-beinige Truppe verstärken wollen. Interessentinnen sollten zwischen 15 und 25 Jahre alt sein und können über die Internetseite des ECC Kontakt mit der Gruppe aufnehmen. "Allerdings beginnen wir schon einige Monate im Vorfeld damit, Tänze zu erarbeiten und proben dann bis zur letzten Möglichkeit vor den Veranstaltungen", sagt Anne Freitag.

Auch beim Kulissenbau helfen die jungen Frauen ebenso wie die tanzenden Männer und alle anderen Mitglieder des ECC. "In diesem Jahr wird es viele Flammen und Wolken geben", sagt Steffi Maas, ohne damit zu viel zu verraten. Denn die Dekoration und auch die Kostüme der Tanzgruppen sollen in jedem Jahr eine kleine Überraschung für die Gäste sein. Die wird am 13. Februar ab 20 Uhr zum ersten Mal gelüftet. Dann beginnt die erste der drei Abendveranstaltungen.

Doch bis dahin wartet noch viel Arbeit auf die Närrinnen und Narren. Die Bilder, die nicht schon im Sommer gemalt wurden, müssen fertiggestellt und schließlich in der Turnhalle, im Gang und den Räumen angebracht werden. Auch das Podium des Elferrats muss wie in jedem Jahr sicher stehen, so dass die Obersten des ECC sicher und bequem sitzen und das Geschehen verfolgen können.

Wenn die Turnhalle dann kaum noch als solche zu erkennen ist, wird wahrscheinlich auch die letzte Probe der Tänzerinnen unter fast realen Umständen erfolgen. Denn wie groß die ihnen zur Verfügung stehende Fläche tatsächlich ist, zeigt sich meist erst am Abend des Auftritts. Denn rund um die Tanzfläche stehen die Zuschauer, die die Vorführungen lautstark bejubeln. Denn beliebt sind bei den Karnevalsgästen sowohl die Frauen- als auch die Männerbeine.

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