Modemuseum groß im Radio

Derzeit sind im Meyenburger Modemuseum Schaufensterpuppen aus den 20er bis 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zu bewundern. Thomas Bein
Derzeit sind im Meyenburger Modemuseum Schaufensterpuppen aus den 20er bis 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zu bewundern. Thomas Bein

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24. Dezember 2009, 08:39 Uhr

Meyenburg | Wer die Prignitz kennt, denkt häufig zuerst an verträumte Landschaften mit alten Baumbeständen, romantische Schlösser und Kirchen und die Fahrradfans vielleicht noch an den Elberadweg mit immerhin fast 90 Kilometer Länge immer auf dem Elbdeich. Kaum jemand vermutet jedoch in dieser idyllischen Landschaft ein europaweit einzigartiges Modemuseum. Das soll sich jetzt ändern: Das Modemuseum im Schloss Meyenburg wird in Kürze durch einen Bericht im Deutschlandfunk möglicherweise weit über die Grenzen der Prignitz hinaus bekannt. Denn der Deutschlandfunk hat nicht nur in der Bundesrepublik rund 1,8 Millionen Hörer, sondern wird auch in den Benelux-Ländern, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Dänemark, Polen, Tschechien sowie übers Internet weltweit sehr oft gehört.

Unter der Überschrift "Modegräfin von der Prignitz auf Schloss Meyenburg" soll der Radiobericht am 27. Dezember zwischen 11.30 und 13 Uhr im Deutschlandfunk gesendet werden. Mit Modegräfin ist in diesem Fall Josefine Edle von Krepl gemeint. Die Modedesignerin stellt im Schloss rund 350 Kleider und Kostüme aus sieben Jahrzehnten mit passenden Accessoires, Originalfotos und Modezeichnungen aus.

Die Stücke hat Josefine von Krepl in rund 50 Jahren zusammengetragen, in der Ausstellung können jedoch nur gut zehn Prozent der gesamten Sammlung gezeigt werden. "Mehr kann ich trotz der enormen Schlossgröße nicht ausstellen", so die Adlige. Ihre Sammelleidenschaft begann, als sie mit 14 Jahren von ihrer Großmutter ein schwarzes Satinkleid aus den 30er Jahren geschenkt bekam.

Historische Kleider sind für Josefine von Krepl mehr als spezielle Schnittführungen und Stoffe: "Meine Kleider haben alle gelebt, jedes erzählt eine Geschichte", erläutert die Modekennerin, die die interessantesten Geschichten in ihren Führungen zum Besten gibt.

Das Modemuseum ist auch durch regelmäßige Sonderausstellungen und genreübergreifenden Veranstaltungen eine Touristenattraktion in der Prignitz geworden. Über den Bericht im Deutschlandfunk freut sich Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, daher besonders: "Der Bericht ist eine hervorragende Werbung für diese wunderbare Region. Wir hoffen dadurch auf viele neue Besucher und eine noch größere Bekanntheit der Prignitz."

Zu empfangen ist der Deutschlandfunk auf UKW-der Frequenz 102,2.

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