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Lokales

19. September 2017 | 17:24 Uhr

Modellsportverein steht vor dem Aus

vom

svz.de von
erstellt am 10.Mär.2011 | 06:44 Uhr

Brüel | Fast zehn Jahre nach seiner Gründung steht der Modellsportverein in Brüel vor dem Aus. Die bisherige Wettkampfstätte, die alte Sporthalle in Brüel, soll verkauft werden, erklärt Vorstandsmitglied Peter Günther. Die Moddellsportler sagen die für diesen Monat geplanten Rennen ab. Nächste Woche schaffen sie ihr letztes Inventar wie Teppiche und Schrankwände auf den Sperrmüll.

So lange kein Beschluss in der Stadtvertretung fällt, werde er sich dazu nicht öffentlich äußern, erklärte Jürgen Goldberg, der Brüeler Bürgermeister auf SVZ-Nachfrage zu einem Sporthallen-Verkauf.

Peter Günther berichtet von einem Termin am 22. Februar mit dem Bürgermeister und einem Kaufinteressenten. Er kaufe die Halle, habe der Mann geäußert. Der Bürgermeister habe ihn ermuntert, schnell einen Kaufantrag zu stellen, damit dieser auf der nächsten Stadtvertretersitzung behandelt werden kann. Solange nichts in Papier und Tüten ist, könnten die Modellsportler die Halle eigentlich noch nutzen. Doch für Günther ist klar: "Wir müssen raus." Wenn auch nicht ganz so schnell. Doch da am 16. März eine Sperrmüllaktion ansteht, beschlossen die Mitglieder, sofort Nägel mit Köpfen zu machen. "Sonst wissen wir nicht wohin mit dem Müll", erklärt das Vorstandsmitglied.

"Die Idee, die alte Sporthalle selbst käuflich zu erwerben, musste sehr schnell verworfen werden, denn ein Gebäude in dieser Größenordnung mit seinen Nebenkosten zu unterhalten ist für uns, den MSV e.V. mit seinen 14 Mitgliedern, utopisch", so Peter Günther. "In der Vergangenheit habe der Verein ausschließlich von seinen Mitgliedsbeiträgen gelebt und gewirtschaftet. Sponsoren durfte der Verein nie sein Eigen nennen.

Eigentlich sollte am 1. März die neue Saison eröffnet werden. Für den 26./27. März war das erste Euro-Cuprennen zum Punktesammeln für die Qualifizierung der Deutschen Meisterschaften im Sommer in Sonneberg terminisiert. Mindestens drei weitere Termine waren bis Oktober avisiert. Jetzt überbringen die Brüeler Modellsportbegeisterten aus ganz Nord- und Mitteldeutschland die Absage.

Mit dem Verlust der Halle müssen die Mitglieder eine weitere schmerzliche Konsequenz ziehen, so Günther. Die Auflösung des am 6. Mai 2001 gegründeten Vereins werde vorbereitet. "Denn ohne ein Dach über dem Kopf kann der Verein nicht aufrechterhalten werden."

Die Modellsportler hatten ursprünglich in Lagerhallen in Tempzin trainiert, wo sie ihre Bahn aber immer wieder abbauen mussten. Das war in den vergangenen Jahren in der alten Sporthalle in Brüel besser. Die Stadt stellte dem Verein diese kostenlos zur Nutzung zu Verfügung. Die Mitglieder übernahmen Reparaturen. Von Anfang an stand aber fest, dass das nur eine vorüber gehende Lösung ist, bis die Stadt eine andere Verwendung für die Halle findet, bestätigt Günther. Ausweichmöglichkeiten sehen die Modellsportler nicht. Eine Anmietung einer anderen größeren Halle von mindestens 200 Quadratmetern wäre nicht finanzierbar, so das Vorstandsmitglied. "Ohne eine Halle dieser Größenordnung brauchen wir nicht weiter machen."

Die Modellbauer waren in den Vorjahren vielerorts im Sternberger Seenland präsent. Peter Günther verweist auf die regelmäßige Unterstützung in der Freizeitgestaltung von Brüeler Hortkindern und Schülern, auf Auftritte des Vereins. z.B. auf dem Stadtfest in Brüel, dem Rapsblütenfest, dem Heimatfest in Sternberg. "Für die fast 10-jährige Vereinsarbeit bedankt sich der scheidende Vorstand des MSV Brüel e.V. bei allen Vereinsmitgliedern, Ehrenmitgliedern, ehemaligen Vereinsmitgliedern sowie bei dem Bürgermeister Herrn Goldberg für sein Engagement in der Vergangenheit für den Modellsportverein Brüel e.V. ", so Günther.

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