Mittelmole: CDU fordert mehr Transparenz

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12. Dezember 2010, 07:36 Uhr

rostock | Die Rostocker CDU will eine Projektierungsgesellschaft gründen, die die Bebauung der Warnemünder Mittelmole festlegen soll. Ziel sei es, alle Interessenvertreter wie Einzelhändler, Segelvereine und Ortsbeirat frühzeitig in die Planung einzubinden. Denn der Standort, den die Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH (Wiro) vor Kurzem für 14,2 Millionen Euro von der Reederei Scandlines gekauft hat, sei von Bedeutung für die Entwicklung der ganzen Stadt. "Deshalb brauchen wir eine Stadtplanung, die sich Gedanken darüber macht, wie viele Wohnungen wo tatsächlich sinnvoll sind", sagt Dr. Jörn-Christoph Jansen, Kreisvorsitzender der Rostocker CDU. Auch die Kreuzfahrer und die Verkürzung der Fährfahrzeiten nach Gedser müssten in diesem Zusammenhang bedacht werden, so Jansen.

Eine Projektierungsgesellschaft sei dazu das geeignete Mittel. Sie könnte von einem ehrenamtlichen Beigeordneten und einem hauptamtlichen Geschäftsführer der Wiro geleitet werden.

"Ziel dieser Gesellschaft muss von Anfang an Transparenz sein", sagt Jansen. Die rechtlich vorgeschriebene Entwicklung eines Bebauungs-Planes reiche nicht aus. Denn in dessen Ablauf seien nur die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Auch die Projektentwicklung durch die Wiro allein sei der falsche Weg, "weil es eben um eine ganzheitliche Entwicklung geht", sagt der Christdemokrat.

Die Thematik Mittelmole gehöre zudem in die aktuelle Diskussion um Strukturkonzepte im Seebad. "Gerade die Interessen der Warnemünder Woche als Tourismusmagnet müssen berücksichtigt werden", sagt Jansen. Die Großveranstaltung werde sich schon im kommenden Jahr nur noch auf den Standort Mittelmole konzentrieren und sich demgegenüber aus dem Yachthafen Hohe Düne zurückziehen. Gefragt sei daher eine moderne und zukunftsweisende Planung.

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