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Lokales

23. November 2017 | 12:31 Uhr

Mit "STAB" gegen den Fachkräftemangel

vom

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erstellt am 29.Nov.2013 | 09:47 Uhr

Ein neues Projekt soll Schulabgängern den Weg in den Berufseinstieg erleichtern, um so dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern. "STAB" - Strategisches Aktionsbündnis für die Prignitz - heißt die Initiative, welche die Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk ins Leben gerufen hat und als Jobstarter-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

"Gerade in einer von Abwanderung und Bevölkerungsverlust gekennzeichneten Region wie der unsrigen kommt es darauf an, jungen ausbildungswilligen Männern und Frauen die Chance auf eine Ausbildung und anschließender Beschäftigung zu eröffnen, um dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen zu können", so STAB-Projektleiter Torsten Zwingelberg. So müssten sich in Zukunft die Bemühungen stärker als bisher auch auf Jugendliche richten, die nicht zur Elite der Schulabgänger gehören, aber unabhängig davon einen wesentlichen Bestandteil des künftigen Bedarfs an Arbeitskräfte bilden.

An dieser Stelle setze das STAB-Projekt an. In vielen Gesprächen, die im Zuge der Projektbeantragung geführt wurden, hätten die potenziellen Partner, insbesondere Wirtschaftsverbände, Kammern, wie auch Schulen und Institutionen Zustimmung zu den Ansätzen geäußert, bekräftigten ihren Willen zur erfolgreichen Zusammenarbeit und ermutigten die Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk zur Antragstellung. "Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Projektantrag der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk zur 6. Förderrunde des BMBF-Ausbildungsstrukturprogramms Jobstarter erfolgreich war", informiert Zwingelberg.

Seit dem 1. Oktober dieses Jahres sei es nun amtlich: Das Konzept fand die Zustimmung der Jobstarter-Programmstelle beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und werde nun für drei Jahre aus Mitteln des Ministeriums und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Damit eröffne sich die Chance, dem Fachkräfteproblem auf neue Art und Weise langfristig und nachhaltig zu begegnen. In erster Linie gehe es darum, Betriebe dabei zu unterstützen, Schulabgänger und Altbewerber mit schlechteren Chancen auf einen Ausbildungsplatz in die betriebliche Ausbildung zu integrieren. "Aufgrund der besonderen regionalen Situation reicht es nicht mehr aus, einfach nur gute Berufsorientierung anzubieten. Der Berufsstart aller jungen Menschen ist zukünftig als Prozess zu betrachten, der koordiniert und gemanagt werden muss, um erfolgreiche Übergangsstrukturen nachhaltig zu installieren", so Torsten Zwingelberg.

Dabei werden im Projekt vor allem zwei spezifische Zielstellungen definiert: Zum einen die Kooperation und Vernetzung der Prozessbeteiligten sowie die nachhaltige Verzahnung von Bildungswegen zur beruflichen Integration der Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag, zum anderen die Erarbeitung qualitativ hochwertiger, praxisorientierter Übergangs- und Unterstützungsmodelle und -strukturen zur Förderung der Berufsbildung.

Die GBG will dazu in naher Zukunft alle Beteiligten über genaue Ziele, Inhalte, und Umsetzungsstrategien informieren. Die Kick- off- Veranstaltung ist für Donnerstag, dem 5. Dezember geplant. Dort soll unter anderem über die Inhalte und Arbeitsstruktur des Projektes informiert werden. Das Jobstarter-Team hat seine Arbeit aufgenommen und wird über die weitere Projektarbeit informieren. Wer bereits jetzt nähere Informationen wünscht oder Hilfe bezüglich der Akquise von Auszubildenden benötigt, kann sich ab sofort mit den Projektmitarbeitern in Verbindung setzen, Tel. 03395 / 7099661, E-Mail: nagel@gbg-pritzwalk.de oder unter Tel. 03395 / 300357, E-Mail: koch@gbg-pritzwalk.de.

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