Tierisch : Mit Schwein ins neue Jahr starten

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Frank und Ingo Wiechmann widmen ihr Leben dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb

svz.de von
30. Dezember 2013, 06:00 Uhr

„Schwein gehabt“ – unter diesem Motto könnte das Leben von Frank und Ingo Wiechmann stehen. In Pankelow bei Dummerstorf betreiben sie einen Landwirtschaftsbetrieb, zu dem unter anderem eine Schweinezuchtanlage mit 400 Hektar Ackerland gehört. „Bei uns stammen alle Schweine aus der eigenen Aufzucht. Es sind auf jeden Fall sehr glückliche Tiere“, sagt Frank Wiechmann.

Bruder Ingo weiß genau, warum das Schwein neben dem Schornsteinfeger in unseren Breitengraden als universeller Glücksbringer gehandelt wird. „Ich habe erst neulich etwas darüber gelesen“, erzählt der 47-Jährige. Die Menschen hätten den Besitz von Schweinen früher mit Wohlstand in Verbindung gebracht. „Wer Schwein hatte, hatte genügend zu essen und wurde deswegen als glücklich betrachtet“, so Ingo Wiechmann. Sein persönliches Glück macht der 47-Jährige allerdings nicht von den zahlreichen Tieren des Betriebes abhängig. „Ich fühle mich glücklich, weil ich eine sehr gute Familie habe. Die steht bei mir an erster Stelle“, sagt der dreifache Vater.

Für seinen Bruder ist das persönliche Glück dagegen eng mit der Arbeit verbunden. „Der Beruf kommt bei mir immer an erster Stelle. Wenn es dem Betrieb schlecht geht, dann geht es mir auch schlecht“, sagt der 33-Jährige. Momentan sei er auf jeden Fall sehr glücklich, so Frank Wiechmann.

So scheint es auch den Schweinen des Betriebes zu gehen. Vom kleinen Ferkel bis zum ausgewachsenen Schwein sei alles aus der eigenen Zucht, wie Ingo Wiechmann erklärt. „Bei uns kann alles direkt zurückverfolgt werden“, fügt Bruder Frank hinzu. Mit Massentierhaltung hat das Ganze also nichts zu tun. „Der Betrieb funktioniert nur mit glücklichen Schweinen“, betont Ingo Wiechmann. Insgesamt 20 Mitarbeiter und drei Lehrlinge kümmern sich jeden Tag darum, dass das auch so bleibt.

Durch diese gute personelle Auslastung kann Ingo Wiechmann entspannt in das Jahr 2014 starten. „Ich muss nicht schon um 5 Uhr morgens nach den Schweinen sehen, sondern kann auch ein bisschen feiern“, sagt er. Trotzdem sei er spätestens um 9 auf den Beinen und im Betrieb anzutreffen. Sein Bruder hat dagegen nicht ganz so viel Glück. „Da ich den Partyservice mache, muss ich immer arbeiten, wenn andere feiern“, sagt Frank Wiechmann. Unglücklich ist er deswegen aber noch lange nicht. „Man gewöhnt sich daran“, sagt der jüngste Spross der Familie. Dieser Meinung ist auch sein großer Bruder. „Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, stört das nicht“, sagt Ingo Wiechmann.

Für das neue Jahr wünschen sich die Brüder vor allem eines: „Mehr Akzeptanz für uns Tierzüchter“, sagt Ingo Wiechmann. „Die Leute sollen an uns glauben und daran, dass wir hier mit guter Arbeit die bestmögliche Qualität schaffen.“

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