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Lokales

23. September 2017 | 02:24 Uhr

Mit Schild, Streuer, Kies und Salz

vom

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2010 | 07:32 Uhr

Perleberg | Ein neuer Aufsatzstreuer für den Unimog, 150 Tonnen Salz und etliche Tonnen Kies - der Stadtbetriebshof ist auf Winter eingestellt. Allerdings wartet man nicht auf Schnee und Eis, "wir haben auch so Arbeit genug, brauchen niemanden die Wintermonate über nach Hause zu schicken", betont Betriebshofleiter Reinhard Könning. Derzeit sei man noch voll im Baumschnitt, das Laub aus den Big-Bags und Containern müsse abgefahren werden und auch bei der Ausbesserung der Straßen habe man noch alle Hände voll zu tun.

Mit Blick auf den vergangenen Winter hat sich der Betriebshof aber gut bevorratet. "Während wir sonst so um die 130 Tonnen Salz ausgebracht haben, waren es im letzten Winter über 300 Tonnen. Und selbst die reichten nicht. Von Januar bis März haben wir ausschließlich noch Sand gestreut", resümiert Könning. 1100 Tonnen Kies landeten auf den Straßen und Wegen, um diese abzustumpfen, "sonst haben wir nur die Gehwege damit abgestreut".

Rund 50 Kilometer Straße und weitere 21 Kilometer, die laut Satzung sonst nicht im Winterdienst erfasst sind, hielten die Kollegen des Stadtbetriebshofes passierbar, damit das Leben einigermaßen seinen gewohnten Lauf nehmen konnte. Dazu kommen noch 15 Kilometer Gehwege, einschließlich jener, die man per Vertrag für die GWG sauber und schneefrei hält.

An 58 Tagen waren die Kollegen des Stadtbetriebshofes im Einsatz und zumeist zweischichtig, "die anderen Winter waren es höchsten 13 Einsätze", listet der Stadtbetriebshofleiter auf. Unterstützung zum Nulltarif erhielt der Stadtbetriebshof vielfach von den ortsansässigen landwirtschaftlichen Betrieben. "Mit ihren großen Radladern haben sie oftmals Straßen und Wege freigeschoben, damit dann unsere Technik überhaupt zum Einsatz kommen konnte. Dafür noch mal ein großes Dankeschön", betont Reinhard Könning.

Dazu kommen auch noch sogenannte Fremdleistungen durch die Landes- oder Kreisstraßenmeisterei. Zehn Kilometer Straße hat der Winterdienst des Landesbetriebes für Straßenwesen per Vertrag für die Stadt geschoben und abgestumpft, so unter anderem die Durchgangsstraße in der Ortslage Düpow. 6000 Euro stehen dafür zu Buche, die Jahre zuvor waren es 1100 Euro, überschlägt Könning und die Ausgaben der Kreisstraßenmeisterei sind da noch nicht eingerechnet.

1500 Tonnen Salz zum Sommerpreis eingelagert

Es war ein teurer Winter und so schnell brauche man einen solchen nicht wieder. Dennoch habe man sich entsprechend bevorratet. 1500 Tonnen Salz zum Sommerpreis von um die 70 Euro die Tonne sind eingelagert, das Depot wurde eigens dafür ausgebaut, die Wände für diese Massen entsprechend versteift. "Allerdings, bei so einem Winter wie im vergangenen Jahr würde die Menge auch nur bis Weihnachten reichen", räumt Könning offen ein. Dann kann der neue Aufsatzstreuer gleich zeigen, was er kann, denn diesen könne man mit Salz und Kies befüllen. Rund 14 000 Euro kostet die Neuanschaffung, "doch eine Reparatur des gut zwölf Jahre alten hätte auch schon 6000 Euro verschlungen". Mit Ersatz rechnet der Stadtbetriebshof auch für den Multicar, Baujahr 1984, der auf den Gehwegen eingesetzt wird. "Ich hoffe, dass der kommende Winter sein letzter sein wird. Denn die Technik ist komplett verschlissen." Eine Ersatzbeschaffung soll im neuen Haushalt eingetaktet werden.

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