zur Navigation springen

Aktion des Schweriner Nahverkehrs gilt als Vorbild : Mit Rollator sicher durch den Alltag

vom

Zum zehnten Mal entschloss sich eine Gruppe Seniorinnen an dem Rollator-Training des Schweriner Nahverkehrs teilzunehmen, um sich in Zukunft mit der Gehhilfe sicherer durch den Straßenverkehr zu bewegen.

svz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 06:09 Uhr

Schwerin | Ein kleines Jubiläum feierte das Rollator-Training des Schweriner Nahverkehrs. Zum zehnten Mal entschloss sich eine Gruppe Seniorinnen an der Veranstaltung teilzunehmen, um sich in Zukunft sicherer mit ihrem Rollator durch den öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen. "Wir wollen älteren Menschen die Gelegenheit geben, sich wieder aktiv im Leben zu bewegen" erklärte Bernd Fritsch, Vizepräsident der Landesverkehrswacht. Und das Angebot wird sehr gern angenommen: Rund 100 Senioren informierten sich bisher an den Aktionstagen. Denn viele Ältere besitzen heutzutage schon die Gehhilfe mit Rädern, jedoch schrecken sie noch davor zurück, mit Bus und Bahn zu fahren, aus Angst vor Hindernissen. "Jegliche Hürden und Ängste sollen bei dem Training abgebaut werden", so Norbert Klatt, Geschäftsführer des Nahverkehrs, der das Gelände und die Verkehrsmittel zur Verfügung stellt.

An einem solchen Trainingsvormittag steigen die Senioren in Busse ein und wieder aus, aber der Einstieg in den Bus kann schon mit dem kleinsten Absatz zum echten Hindernis werden. Beim Training halfen Mitarbeiter der Verkehrswacht. Sie zeigten wie die Gefährte richtig bedient werden und eine kleine Schwelle ohne Probleme überwunden werden kann. Die richtige Einstellung auf die Größe des Besitzers spielt dabei auch ein wichtige Rolle, da sie die Handhabung erleichtert und so auch der typische gebeugte Gang oftmals vermieden werden kann. Dazu war die Sanitätsfirma Stolle eingeladen, sie betreut das Projekt schon von Anfang an mit.Die Polizei, vertreten durch Anke Wedlich, unterstützt die Aktion mit Unterweisungen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr. Im Praxisteil gab es noch einen Hindernisparcours und verschiedene Untergründe, die überwunden werden mussten.

Dieses Engagement und die Vorreiterrolle Schwerins hat sich bis nach Süddeutschland rumgesprochen: "Das ist eine ganz tolle Sachen, wir sind froh, hier heute zu zuschauen und mit guten Ideen und Tatenkraft zurück in unsere Gemeinde zu fahren und ebenfalls ein Rollator-Training anzubieten", so Klaus Kempf von der Polizei aus Künzelsau in Baden-Württemberg.

Den Anstoß hatte der Schweriner Seniorenverband vor gut zwei Jahren gegeben. In Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Sanitätshaus Stolle, dem Nahverkehr und der Verkehrswacht entstand dann das Konzept des Rollator-Trainings. Und das würdigte auch Angelika Gramkow zur Jubiläumsveranstaltung. Die Oberbürgermeisterin empfindet das Projekt als unterstützenswert und ermutigte alle Beteiligten weiterzumachen, sie sprach ihre Anerkennung für die Initiative aus. "Bitte erzählen Sie ihren Freunden von diesem Angebot, so dass Sie gemeinsam am vollen Leben teil haben können", ermutigte Gramkow die Senioren und sprach auch im Sinne der Veranstalter. Vor allem weil ab Mai des nächsten Jahres noch weitere Trainingseinheiten geplant sind und das Projekt sich in anderen Städten des Landes etablieren soll, wie in Rostock, dort startet noch diese Woche das Pilotprojekt. Die Landesverkehrswacht nimmt unter Telefon 0385-5219610 bereits Anmeldungen für Trainingseinheiten in Schwerin für 2014 an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen