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Lokales

25. September 2017 | 02:42 Uhr

Mit Riesentanks gegen hohe Preise

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2010 | 07:38 Uhr

Dodow | Schon jetzt, in der ersten Bauphase, lassen sich die Riesendimensionen der gewaltigen Stahlbehälter erahnen. Riesentanks mit einem Durchmesser von 10,5 Metern und einer Höhe von fast 20 Metern gibt es nicht von der Stange. Diese Tanks müssen vor Ort gebaut werden. Zugleich laufen die Vorbereitungen für die massiven Fundamente, eine riesige Betonplatte, auf denen die gigantischen Fruchtsaftbehälter stehen werden. Zugleich bekommt Dodow auch so etwas wie ein neues Wahrzeichen. Das Gebäude, in dem die Tanks stehen werden, wird die Höhe von 26 Metern erreichen. "Nicht nur für uns ist das hier eine völlig neue Dimension. Nach meinen Informationen wird es weder in Deutschland noch in Europa vergleichbare Tanks für direkt gepressten Saft oder Fruchtsaftkonzentrat geben", schätzt Geschäftsführer Frank Jehring ein. Große Tanks gibt es auch jetzt schon in Dodow, nur variiert deren Größe zwischen 75000 und 180000 Litern. Ein einziger der neuen Tanks fast 1,5 Millionen Liter. Die neuen Giganten können auf bis zu minus 18 Grad herunter gekühlt aber auch bis zu Temperaturen von + 50 Grad verwendet werden. Mit dem neuen Lager, das es so nicht einmal im Stammhaus in Rintelen gibt, verschafft sich Fruchtquell im hart umkämpften Getränkemarkt einen klaren, strategischen Vorteil. Erstens können große Vorräte an frisch gepresstem Saft direkt eingelagert werden, zum anderen kann Fruchtquell mit den neuen Kapazitäten Bewegungen bei den Rohstoffpreise ausgleichen. Gerade der Preis für Orangensaftkonzentrat hat sich in den letzten Monaten deutlich nach oben entwickelt. Nun kann man kaufen, wenn die Preise günstiger sind und vor allem das Konzentrat steril einlagern.

Zwar sind mit den neuen Investitionen direkt keine Neueinstellungen verbunden. Unbestritten ist jedoch, dass die Arbeitsplätze bei Fruchtquell damit deutlich sicherer werden. Aktuell werden in Dodow mehr als 400 Beschäftigte gezählt.

Die Investition der Rinteln-Gruppe wiegt um so schwerer, da sich nicht unmittelbar an Fördermittel gekoppelt ist. Die Mittel in normaler Höhe sind zwar beim Wirtschaftsministerium beantragt, entscheidend für das Projekt sind sie nicht. Das Betriebsgelände hat sich derweil in eine große Baustelle verwandelt. Die großen Behälter werden vormontiert, bevor sie mit großen Kränen an ihren endgültigen Platz gehoben werden. Das Vormontageteam umfass mehr als 50 Leute. Die Fundamente sind angeschrägt, damit die Tanks selbstständig leer laufen könne, die stählernen Giganten haben neben der Kühlung auch eine eigene Waschanlage.

Das neue Lager macht Fruchtquell nicht nur für Großkunden noch attraktiver, weil große Mengen schnell produziert werden können. Mit den Tanks wird es auch mehr Aufnahmemöglichkeiten für die eigenen Rohstoffe geben. Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr kamen 40 000 Tonnen Äpfel als eigene Ernte in die Lager. Umgerechnet in direkt gepressten Saft wären das 37 Millionen Liter. Und so viel wertvollen Rohstoff können auch die neuen Tanks nicht aufnehmen.

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