Mit Liebesteller Gästegunst erobert

Hauchdünner Sieger des SVZ-Publikumspreises wurde das Hobby-Kochteam aus Kronshagen: Bernd Carstensen, Andrea Lindfoot, Helmut Mahrt, Susanne Wilhelms,  Volker Breede, Sabina Strzylecki (von links). Mit einem Bewertungspunkt Rückstand folgt das Bürgerhaus auf Platz zwei vor dem Maz-Treff.   Eckhard rosentreter
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Hauchdünner Sieger des SVZ-Publikumspreises wurde das Hobby-Kochteam aus Kronshagen: Bernd Carstensen, Andrea Lindfoot, Helmut Mahrt, Susanne Wilhelms, Volker Breede, Sabina Strzylecki (von links). Mit einem Bewertungspunkt Rückstand folgt das Bürgerhaus auf Platz zwei vor dem Maz-Treff. Eckhard rosentreter

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29. August 2010, 06:40 Uhr

güstrow | Sieben Kochteams wetteiferten am Wochenende um die Gunst der Güstrower. Geflügelleber mit Zwiebel und Apfel, eine pikant gefüllte Rinderroulade oder Pfannengemüse mit Schweinesteak - jeder konnte wählen.

Bei der 15. Ausgabe von "Güstrow kocht auf" spielte das Wetter leider keine so gute Rolle. Denn schon Punkt 11 Uhr, gerade zur Eröffnung, regnete es am Sonnabend aus allen Poren des scheinbar endlos grauen Himmels. Die Güstrower aber ließen sich die Stimmung nicht verderben. Die Besucher auf dem Markt blieben standhaft und warteten diesen längeren Regenschauer einfach ab. Danach schien erst mal die Sonne, und so strömten die Feinschmecker heran und kosteten die Talergerichte.

Wolfgang Eipper aus Güstrow hatte sich für eine Rotkraut-Hirsch-Lasagne entschieden. "Das ist etwas ganz Besonderes", lobte er. Annegret Dräger genoss einen Liebesteller, der von den Kronshagener Gästen aus der Partnerstadt kredenzt wurde. "Jedes Jahr bin ich hier am Stand der Partnerstadt", fügt die Güstrowerin an. Einen Windbeutel hingegen hatte sich Bernd Karstensen aus Kronshagen vom Herrenhaus Friedrichshof geholt. Der erste stellvertretende Bürgermeister aus der Güstrower Partnerstadt lobte: "Einmal im Jahr gibt es nur einen solchen Windbeutel - und das in Güstrow."

Die Kronshagener sind schon seit Jahren zu "Güstrow kocht auf" dabei. Ob Kartoffel mit Quark, ein Räucherfischteller oder der Liebesteller in diesem Jahr - immer hat ihr Angebot etwas mit ihrer Heimat zu tun. "Wir haben ja auch keine Möglichkeit, hier etwas zu kochen", betonen sie. Also kreierten sie in diesem Jahr ein Essen, das in Schleswig-Holstein häufig zum Frühstück gegessen wird: eine Scheibe Schwarzbrot mit Butter und Krabben, darauf ein Spiegelei, garniert mit Tomate, Salat und Radieschen. "Es macht uns immer wieder Spaß", sagten Sabina Strzylecki und Susanne Wilhelms, die mit Eifer die Teller vorbereiteten. Man komme hier mit Güstrowern viel besser ins Gespräch als bei offiziellen Empfängen. Dass es den Gästen am Stand der Kronshagener schmeckte, zeigte sich schnell. Bereits am ersten Tag hatten sie über 300 Portionen verkauft.

Zufrieden zeigten sich auch die Veranstalter. "Trotz des Regens sind die Leute da und wir ziehen ein gutes Resümee", sagte Axel Wulff. Alle Gastronomen hätten sich bestens präsentiert, ihre Zelte gut gestaltet. "Und alle kochen vor Ort", fügte er an. Dass nur acht Gastronomen aus Güstrow und der Umgebung auf dem Markt vertreten waren, sei allerdings abzuändern. Uwe Liske vom Herrenhaus Friedrichshof: "Wir haben ein vernünftiges Konzept und sind für Gespräche offen."

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