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Mit heiliger Fracht an Bord 1000 Kilometer gerollt

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erstellt am 23.Nov.2011 | 11:50 Uhr

Wittenberge | Mit heiliger Fracht sind Christoph Varoquier und Cyril Oudet an die 1000 Kilometer über Autobahnen und Landstraßen gerollt. Die beiden Männer haben aus der Wittenberger Partnerstadt die Krippen für die neue Sonderausstellung, die Weihnachtsexposition, gebracht. Am Montag und gestern haben die beiden Männer sie aufgebaut.

Kein geringerer als der Bürgermeister von Châlons-en-Champagne hat die großen und kleinen Kunstwerke ausgesucht und für Wittenberge zusammengestellt. Das verwundert nicht, wenn man weiß, dass Bruno Bourg-Broc und seine Gattin Sabine seit vielen Jahren Krippen sammeln. "Unser Bürgermeister reist viel. Von überall bringt er sich Erinnerungstücke mit", erzählt Christoph Varoquier. Er ist in der Stadtverwaltung von Châlons-en-Champagne beschäftigt. Dank seiner exzellenten Sprachkenntnisse klappt die Verständigung mühelos. Gemeinsam mit Cyril Oudet, er fuhr den Wagen mit der kostbaren Fracht, hat Varoquier am Montag und gestern die insgesamt 52 Krippenspiele so arrangiert, dass sie bestens zur Geltung kommen.

Auch wenn die Bourg-Brocs das Jesuskind mit Maria und Josef aus aller Welt ihr Eigen nennen. Hier in Wittenberge zeigt das französische Stadtoberhaupt ausschließlich Krippen aus den verschiedenen Regionen seiner Heimat. Die Ausstellung ist nämlich als ein Stück Partnerschaft zu verstehen. "Eine ähnliche Schau haben wir auch schon in Neuss gezeigt, auch das ist eine Partnerstadt", sagt Varoquier während er achtsam und liebevoll ein Jesuskind arrangiert. Dabei erzählt er, dass in Frankreich die Krippen zwar schon rechtzeitig zum Fest aufgebaut werden. Die heilige Familie und die Tiere wären aber allein im Stall. "Das Jesuskind wird doch erst am 24. Dezember geboren. Deshalb wird es auch erst nach der Heiligen Messe am Heiligen Abend in die Krippe gelegt." Auch von der Heiligen Messe, der Christmette, am 24. Dezember bei sich zu Hause erzählt Varoquier. Während dieses hochfeierlichen Gottesdienstes wird das Jesuskind meist von Kindern in die Kirche getragen.

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