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Lokales

23. Oktober 2017 | 17:22 Uhr

Mit Großaufgebot zum Containerbrand

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2011 | 07:19 Uhr

Prignitz | Prignitz Ein Containerbrand, aber drei Feuerwehrautos rücken aus. Ein Kellerbrand und Löschzüge mehrerer Feuerwehren gehen in Position. Für Laien wirkt das Feuerwehraufgebot teils überdimensioniert, die Alarmierung folgt aber klar festgelegten Regeln, sagt Volker Lehmann, beim Landkreis zuständig für den Brandschutz. Die örtlichen Träger des Brandschutzes, also Ämter, Gemeinden und Kommunen, legen für ihren Bereich eine Alarm- und Ausrückeordnung fest. „Wir als Kreis schauen uns die unter fachlichen Aspekten an. Gibt es keine Beanstandungen, genehmigen wir sie“, so Lehmann.

Für jede Schadenslage gibt es ein Stichwort. Seit der Eröffnung der regionalen Leitstelle in Potsdam Ende 2010, sind die Stichwörter zwischen den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Prignitz und Potsdam abgestimmt.

Im Computer der Leitstelle ist die jeweilige Ausrückeordnung programmiert. „Wird beispielsweise ein Verkehrsunfall im Amt Lenzen gemeldet, werden per Computer die Wehren und Spezialfahrzeuge alarmiert, die das Amt für diesen Fall festgelegt hat“, erläutert Lehmann. Weder der Kreis noch die Leitstelle hätten damit Einfluss, auf die Anzahl der Einsatzkräfte.

Gerade in den ländlichen Gebieten werden häufig mehrere Ortswehren alarmiert, um sicher zu gehen, ausreichend Kameraden zu erreichen. Grund ist die teils nicht mehr vorhandene Einsatzbereitschaft einzelner Wehren.
Ob die Festlegungen der Kommunen richtig und sinnvoll seien, müsse die Praxis zeigen. „Die Ausrückeordnung ist kein starres Gebilde, kann verändert werden“, sagt Volker Lehmann. Einige Gemeinden hätten das bereits getan.

Der Unterschied zu der bisherigen Leitstelle in Perleberg liege in der Ortskenntnis des Disponenten in Potsdam. „Möglich ist, dass er gar keine besitzt.“ In diesem Fall sei er ausschließlich auf die Informationen angewiesen, die ihn zu einem Feuer oder Unfall erreichen. Je ungenauer diese sind, desto schwieriger könne der Disponent das Ausmaß des Schadens beurteilen. „In seinem Ermessen liegt aber, ob er die Meldung als Klein-, Mittel- oder Großbrand einstuft, was Auswirkungen auf die Zahl der Einsatzkräfte hat“, erläutert Volker Lehmann und bittet darum, möglichst exakte Angaben zu machen.

Die anfänglichen Schwierigkeiten im Funkverkehr mit der Leitstelle seien inzwischen ausgemerzt. Nicht technische Ursachen, sondern fehlendes Wissen bei einzelnen Kameraden sei die Ursache gewesen. „Nicht jeder konnte den entsprechenden Lehrgang besuchen“, begründet Lehmann. Bestehende Funklöcher gebe es aber nach wie vor und daran werde auch die Einführung des Digitalfunks nichts ändern.


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