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Lokales

22. September 2017 | 08:24 Uhr

Mit der Sonne um die Wette lachen

vom

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2010 | 07:18 Uhr

Rostock | Ein kunterbuntes Programm lockte am Sonnabend hunderte Familien zum Kindertagsfest in den Rostocker Zoo. Unter dem Motto "Die Welt zu Gast im Zoo" gab es für 3600 Besucher viele Mitmachangebote im ganzen Park. Zu erleben waren unter anderem das Tanzstudio der Jugendkunstschule Arthus, afrikanische Trommler, vietnamesische Tänzer sowie tansanische Kinderspiele. Die Kleinsten durften sich beim Pfeil- und Bogenschießen, Sackhüpfen sowie Stelzenlauf, beim Gewürzeraten und Rasselnbasteln richtig austoben. Auf dem Veranstaltungsplatz wurde "Human-Soccer" gespielt - Tischfußball im Großformat. Viele Kinder ließen sich am Zoo-Mobil das Gesicht bemalen.

172 Runden, 137,6 Kilometer für Familien in Kenia

Der Höhepunkt am Kindertag aber war der siebte "Lauf um das Watussi-Rind", bei dem Spenden für Familien in Ostafrika und in diesem Jahr speziell in Kenia gesammelt werden. Jede gelaufene Runde von 800 Metern brachte eine Spende von zwei Euro ein. Insgesamt wurden 137,6 Kilometer in 172 Runden zurückgelegt. Der Spendenbeutel wurde so mit 344 Euro gefüllt. "Das ist ein guter Anfang", sagt Olaf Bellmann, Vorsitzender vom Verein Nachami.

Mal gerade 50 Euro kostet beispielsweise ein "Hühnerset", bestehend aus fünf Hennen und einem Hahn, mit dem die Familien Geld für den Schulbesuch ihrer Kinder erwirtschaften können. Aber auch größere Projekte sind in Planung. "Wir haben im vergangenen Jahr schon zwei Hühnerställe im Samburuland in Kenia gebaut. Bis jetzt funktioniert das sehr gut", sagt Bellmann. "20 bis 30 Eier stehen den Menschen dort am Tag zur Verfügung. Und der Bedarf ist sehr hoch. Durch eine neu asphaltierte Straße von Zentralkenia in den Norden des Landes wird der Überlandverkehr stark zunehmen und in Zukunft den Verkauf sichern." Diese Idee soll fortgesetzt werden und sich langfristig etablieren. 4000 Euro sind für den Bau eines Hühnerstalls nötig. Der "Lauf um das Watussi-Rind" sollte aber nicht nur Spenden einbringen, sondern Kinder für das Thema Entwicklungsarbeit sensibilisieren. "Sie kommen extra in den Zoo, weil sie uns von Projekten aus ihren Schulen kennen", sagt Bellmann. "Sie wollen wissen, was sie zur Verbesserung der Lebenssituation anderer Menschen tun können." So wie Merle Rezlaff. "Ich laufe in meiner Freizeit auch gern. Deshalb wollte ich gern etwas Gutes tun, zugleich aber auch das Projekt in Afrika unterstützen", sagt das Mädchen. Über zwölf Kilometer ist es gelaufen.

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