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Lokales

23. Oktober 2017 | 21:06 Uhr

Mit dem Dixi durchs Bützower Land

vom

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erstellt am 12.Sep.2010 | 06:21 Uhr

Bützow | Es ist eines der kleinsten Autos, dass an diesem Sonnabend vor dem Bützower Rathaus zur Schau gestellt wird. Der BMD Dixi aus dem Jahr 1929. Rund 50 Oldtimer - Automobile und Kräder - sind zur 5. Herbstlichen Landpartie angereist.

Die historischen Autos und Motorräder, schon mehrere Jahrzehnte alt, übertrumpfen sich gegenseitig und erstrahlen in neuem Glanz. Seit kurz nach 8 Uhr rollen die Oldtimer nach und nach auf den Rathausplatz. Schaulustige strömen herbei, bei Kaffee und Bockwurst wird gefachsimpelt. Auch die Teilnehmer untereinander kennen sich. Sie sind voller Vorfreude, alten Bekannte wiederzutreffen. "Das ist hier wie ein Familientreffen. Einige kennen sich schon seit Jahren", erzählt Organisator Michael Przibilski vom Bützower Oldtimer-Stammtisch. Während Blumen die Armaturen einiger Autos zieren, tönt Flair aus den 30er-Jahren aus den Lautsprechern. Immer wieder spiegeln sich die Blitze der Kameras auf den frisch polierten Motorhauben der Oldtimer.

Ein Blickfang der 81-Jährigen BMW Dixi von Wilhelm Stichert. "Den habe ich in Satow gefunden. Damals war das Auto noch komplett schwarz. Ich habe das Auto jahrelang aufgemotzt und umgebaut. Da steckt mein Herzblut drin", erklärt der 75-Jährige. Gemeinsam mit Udo Scheel wird der Bützower die etwa 100 Kilometer lange Strecke in dem Oldtimer zurücklegen. "Ich bin in den 50er-Jahren mein erstes Rad-Rennen gefahren. Danach musste ich aus gesundheitlichen Gründen aufhören und war anschließend aktiv im Rallye-Sport tätig. In der DDR habe ich sogar Meisterschaften gewonnen", erzählt Wilhelm Stichert. Dank des Motorsports besteht schon eine jahrelange Freundschaft zu Udo Scheel. "Ich freue mich schon, mit Wilhelm in seinem Dixi die Straßen unsicher zu machen", sagt der Rostocker.

Während es von Rostock nur 30 bis 40 Kilometer bis Bützow sind, benötigten Heidi und Peter Jaggi zwei Tagestouren, um Bützow zu erreichen. Sie reisten aus dem schweizerischen Zürich mit ihrem "Goldstück" an: ein BMW 30CS aus dem Jahr 1971. "Das ist ein Kult-Auto mit 180 PS. Da macht das Fahren Spaß. Man kann in dem BMW komfortabel reisen", sagt Peter Jaggi.

Viel Zeit zum Plaudern bleibt nicht. Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss. Piloten mit eigentümlichen Rennfahrer-Kappen, ausgefallene Hupen und knatternde Motoren verlassen unter den Blicken der Zuschauer den Rathausplatz. "Ich bin schon sehr gespannt, was uns alles erwartet", sagt Heidi Jaggi.

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