zur Navigation springen
Lokales

18. November 2017 | 07:37 Uhr

Mit Artistik das Rennen gemacht

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 08:28 Uhr

Südstadt | Seit er denken kann, begeistert sich Kevin Fink für Artistik und Clownerie. Vor sechs Jahren konnte er seinen Traum verwirklichen, als er sich mit einigen Lehrern und Schulkameraden zusammensetzte, um eine Firma zu gründen. "So haben wir den Circus Barlay Junior zum Leben erweckt", sagt der leidenschaftliche Jongleur. Gestern hat er mit sechs Freunden bei der 7. Landesmesse für Schülerfirmen sein Können in der Rostocker Stadthalle unter Beweis gestellt. Mit dabei hatten sie alles, was zu einem richtigen Zirkus gehört: ein Zelt, Kostüme und eine Popcornmaschine. Und mit diesem einzigartigen Konzept haben Fink und seine Klassenkameraden die Jury überzeugt. In der Kategorie "Beste Schülerfirmen in Gymnasien und in weitergehenden Schulen" machten die Bützower Jungen und Mädchen trotz harter Konkurrenz das Rennen. Insgesamt 81 junge Unternehmen traten bei dem Landeswettbewerb an. Die Hansestadt Rostock war mit sieben Schulen vertreten. Sie gingen jedoch leer aus.

80 Vorstellungen bei Festen und Jubiläen

"Meine Mutter hat die Kostüme selbst genäht", sagt Zirkusfreund Fink. Die Kunststücke studierte die Crew ebenfalls selbstständig ein. "Einige Dinge haben wir aus dem Internet gelernt", so der Schüler. Die Mitglieder kommen vom Geschwister-Scholl-Gymnasium, der Freien Schule Bützow und der Regionalen Schule Bernitt. Zum Repertoire des Circus Barley Junior gehören die Jonglage, Clownerie, Zauberei und kleine Fakir-Elemente. Bei mehr als 80 Vorstellungen auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen konnte die Jugendformation ihr Publikum bisher begeistern. "Gerade bei großen Festen und Jubiläen treten wir auf", so Fink.

Neben der bunten Truppe erhielt das Unternehmen Picturebook von der Greenhouseschool in Graal-Müritz mit der Gestaltung von Jahrbüchern den ersten Preis in der Kategorie "Beste Schülerfirmen in Regionalen-, Förder- und Grundschulen". Der Publikumspreis ging an das Hagenower Unternehmen mit dem Namen Schulbedarf Hummer. Die Firma wurde von den Besuchern mit 31 der insgesamt 229 abgegebenen Stimmen gewählt. Als "Firmenfreundlichste Schule" wurde die Papendorfer Bildungsstätte ausgezeichnet.

Die meistenUnternehmen haben sich auf Pausenspeisung, Pralinenherstellung, Gebäudereinigung und auf das Design von Schulkleidung spezialisiert. Aber auch Ersthelfer, Honig- und Kerzenhersteller, Schausteller, Stadtführer sowie Techniker und Organisatoren von Festen stellten gestern ihre Projekte vor.

Mit 3,4 Millionen Euro hat das Land in den vergangenen sieben Jahren die Projekte unterstützt. "Sie haben einen enormen Bildungswert und fördern junge Menschen, zielstrebig zu arbeiten", sagt Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU). Dabei lernen die Schüler, was es heißt, Gewinn zu erzielen. Bildungsminister Henry Tesch (CDU) hält es für bedeutend, Firmen in den gesamten Schulalltag einzuflechten und nicht nur an ein bis zwei Unterrichtsstunden abzuhandeln. "Dabei lernen sie Kundengespräche, wie man Kassen abrechnet und mit Krankenkassen und Finanzämtern agiert", sagt Tesch. Durch eine realistische Einschätzung ihres Geschäfts erlangen die jungen Menschen Qualifikationen, die sie in ihrem späteren Berufsleben dringend gebrauchen können. "Durch ihre Vorkenntnisse bekommen die Schüler auch schneller eine Ausbildung", unterstreicht Wirtschaftsminister Seidel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen