Till Backhaus spricht sich für Energie aus nachwachsenden Rohstoffen aus : Minister setzt weiter auf Biogas

Reiner und Georg Maas führen gemeinsam den landwirtschaftlichen Betrieb. Foto: Sabrina Panknin
Reiner und Georg Maas führen gemeinsam den landwirtschaftlichen Betrieb. Foto: Sabrina Panknin

Während Niedersachsen sich gegen die bisherige Subventionierung für Stromerzeugung aus Biogas ausspricht, setzt Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Till Backhaus weiterhin auf sie.

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27. Dezember 2010, 10:44 Uhr

Nordwestmecklenburg | Während Niedersachsens Landwirtschaftsminister sich gegen die bisherige Subventionierung für Stromerzeugung aus Biogas ausspricht, setzt Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Till Backhaus weiterhin auf diese Stromerzeugung. Der Minister sagt, dass Energie ohne nachwachsende Rohstoffe bald unbezahlbar sei, deshalb könne auf die Stromerzeugung aus Biogasanlagen nicht verzichtet werden. "Wer die Nutzung von Erneuerbaren Energien einschränken will, muss eine Antwort darauf geben, wie der Energiehunger künftig gestillt werden soll", so Backhaus. Kritisch äußert sich der Minister mit Blick auf den verstärkten Maisanbau in Monokultur. Des Weiteren steht für Till Backhaus fest, dass reine Biogasanlagen zur Stromerzeugung ohne Wärme-Kraft-Kopplung nicht der Ausweg sein könne. In Zukunft müssten die Biogasanlagen auch mit Gülle und anderen Reststoffen befüllt werden. "Energie muss bezahlbar bleiben, ohne Raubbau an der Umwelt zu betreiben", so der Minister.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg stehen zwölf Biogasanlagen. Eine davon steht in Lützow, auf dem Hof von Georg Maas. Die Biogasanlage mit einer Leistung von 190 Kilowatt wird mit Gülle, Futterresten und Mist befüllt. Der landwirtschaftliche Betrieb nutzt nicht nur den erzeugten Strom aus der Anlage, sondern auch die Abwärme. "Wir heizen damit auch unsere Wohnhäuser", sagt Reiner Maas. Seit wenigen Monaten läuft die Anlage unter Volllast, wie Vater und Sohn berichten.

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