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Lokales

20. November 2017 | 13:13 Uhr

Mineralwasser von nebenan

vom

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erstellt am 25.Jan.2011 | 07:21 Uhr

Berlin/Rheinsberg | Weite Wege hat Mineralwasser mitunter hinter sich, bevor es im nördlichen Brandenburg in durstige Kehlen fließt: Gerolstein und die Apollinaris-Quelle liegen z. B. in Rheinland-Pfalz, die Vittel-Quelle befindet sich in Lothringen - um nur drei Beispiel zu nennen.
Natürlich gibt es auch die Mineralquellen Bad Liebenwerda in Brandenburg. Aber es geht noch näher: In Rheinsberg sprudelt seit 2008 Mineralwasser, wird in der Rheinsberger Preussenquelle GmbH - einer Manufaktur - abgefüllt und von dort vornehmlich nach Berlin verfrachtet. "Wir beliefern inzwischen sieben 5-Sterne-Hotels. In der Hauptstadt sind wir mit Kusshand empfangen worden", sagt Verkaufsleiter Andreas Henschel mit einem Seitenblick auf die unmittelbare Umgebung. "Wir würden unser Wasser sehr gern auch in unserem Landkreis und in der Prignitz verkaufen", sagt er, wohlwissend, dass sich das Geschäft über den Preis definiert. "Aber auch über Qualität und über Emotionen", ergänzt Henschel. Schließlich habe Rheinsberg ein Wasser mit Geschichte zu bieten. "Mit 3000-jähriger Geschichte. Aber, eigentlich ist es noch viel älter", sagt der Verkaufsleiter. Das Unternehmen hingegen gehört auf der Grünen Woche in Berlin zu den jüngsten in der Brandenburghalle. 16 Mitarbeiter sind derzeit im Betrieb beschäftigt. In Kürze will man die Produktion stärker automatisieren, den Manufakturcharakter indes beibehalten, so Peter J. Stulfa. Er hatte das Rheinsberger Mineralwasser-Unternehmen einst mit aus der Taufe gehoben. Stulfa sieht einen Wandel im Bewusstsein der Verbraucher: "Die Regionalität eines Produktes spielt seit zwei, drei Jahren eine zunehmend größere Rolle bei der Kaufentscheidung." Zumindest in vielen Berliner Bioläden hat dieses Umdenken bereits stattgefunden. "Die Ladeninhaber fanden es bei genauerer Betrachtung wenig ökologisch, Mineralwasser hunderte Kilometer durch die Republik zu fahren, ordern jetzt stattdessen unser eigens für die Bio-Schiene entwickeltes Theodor", bestätigt Andreas Henschel.


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