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Elf Millionen Euro sollen investiert werden : Millionen-Wohnpark für Senioren

vom

86 Wohnungen sollen 2013 in Grevesmühlen fertiggestellt werden, um eine neue Herberge für Senioren zu errichten. Die Genehmigung für einen 11 Millionen Euro teuren Solar-Wohnpark könnte es bis Sommerende geben.

Grevesmühlen | Die Baugenehmigung für einen 11 Millionen Euro teuren Solar Wohnpark in Grevesmühlen könnte es bis zum Ende des Sommers geben. 86 barrierefreie Wohnungen sollen dann noch in 2013 in der Kreisstadt fertiggestellt werden, damit eine neue Herberge für Senioren aus dem gesamten Kreis entsteht.

Auf dem Gelände des ehemaligen Bekleidungswerkes "Diamant" sollen 86 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen in sechs Häusern entstehen. Geplante Bauzeit: 15 Monate. "Wir rechnen aktuell damit, dass der Wohnpark in 2013 fertiggestellt wird", sagt der Grevesmühlener Immobilienmakler Peter Robst. Er wird die spätere Hausverwaltung übernehmen. Interesse an den geplanten Wohnungen für Senioren gebe es schon jetzt. "Es gibt bereits erste Reservierungsvereinbarungen mit Wohnungskäufern", sagt Robst.

Zielgruppe für den Solar-Wohnpark-"Diamant" seien vorwiegend Rentner. So würden 90 Prozent aller Interessenten älter als 65 Jahre sein. Auch das Mietinteresse sei aktuell sehr groß. Schon jetzt könnte die Hälfte aller Wohnungen vermietet werden, sagt Robst. Doch zunächst würden Käufer gesucht, die bereit sind einen gehobenen Preis zu zahlen. Denn die Barrierefreiheit und altersgerechte Ausstattung der gesamten Wohnanlage hat ihren Preis: Zwischen 122 000 und 178 000 Euro kosten die 55 bis 79 Quadratmeter großen Wohnungen nahe dem Amtsgericht an der Karl-Marx-Straße. "Der Preis ist für Grevesmühlener Verhältnisse sicher überdurchschnittlich, allerdings kostet die Bauweise entsprechend, hinzu kommt die zentrale Lage in der Stadt", erklärt Robst.

So soll es später im Wohnpark keine Türschwellen oder Höhenunterschiede in den Etagen geben, dafür aber Aufzüge - und auch eine Tiefgarage ist in dem Projekt des Münchener Investors Reinhold Dierkes vorgesehen. Vergleichbare Wohnanlagen gebe es rund um die Kreisstadt nicht, sagt Immobilienmakler Robst. Denn der Wohnpark soll modern ausgestattet werden: Geplant ist eine Fotovoltaik-Anlage, die den Wohnungseigentümern die Energiekosten abnimmt. Damit hatten Investor und Architekt kräftig geworben, funktionieren soll es tatsächlich, sagt Robst: "Natürlich werden die Wohnungseigentümer später Nebenkosten zahlen, doch die sollen durch die Stromvergütung aus der Solaranlage wieder vollständig gedeckt werden", verspricht er. Wie die dreigeschossigen Wohnhäuser genau aussehen werden, ist noch nicht vollständig geklärt. Offen ist bislang die Gestaltung der Fassaden. Zwei Konzepte sind vorgestellt worden. Eines sieht eine fuchsrote Fassade vor, in Anlehnung an das benachbarte Amtsgericht, die zweite Variante schlägt Klinkersteine vor - um sich an das Bild im Wohnviertel der Karl-Marx-Straße anzupassen.

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erstellt am 06.Jun.2011 | 08:00 Uhr

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