Millionär mit Bodenhaftung

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16. April 2010, 06:49 Uhr

Grevesmühlen | Mächtigen Jubel gabs bei Hans Martin Wismar aus Grevesmühlen. Vor einer Woche räumte der 29-Jährige bei der TV-Sendung "Schlag den Raab" zwei Millionen Euro ab - und zahlreiche Freunde und Kollegen hatten ihm vor den Fernsehern die Daumen gedrückt. Inzischen ist der Arzt des DRK-Krankenhauses Grevesmühlen zurück und viel ändern wird sich in seinem Leben eigentlich nicht. "Naja, was ich mir auf jeden Fall kaufen will, ist ein größeres Auto", meint Hans Martin Wismar. Sein altes Cabrio will er durch einen Geländewagen oder einen Van ersetzen. Und der nächste Urlaub mit seiner Freundin steht auch schon fest: eine Kreuzfahrt in die Karibik. Den Rest des Geldes will der Mediziner anlegen.

Mit Tennis und Triathlon hält er sich fit

Ansonsten, das hat Hans Martin Wismar betont, soll in seinem Leben alles so bleiben wie es ist: "Ich hatte auch vorher ein sehr gutes Leben. Aber es ist natürlich schön, denn jetzt bin ich abgesichert. Ich habe also eine gewisse Sicherheit im Leben, lasse jetzt alles etwas ruhiger angehen. Ich bleibe aber bodenständig."

Der frisch gebackene Millionär will weiterhin seine alten Freunde treffen und viel Sport treiben. Denn der Grevesmühlener ist Landesmeister im Tennis und schafft sich auch noch beim Triathlon.

Vielleicht war es gerade seine körperliche Fitness, die ihm zur Sensation vor vier Millionen Zuschauern an den Bildschirmen verhalf. Vielleicht war es aber auch seine Abgeklärtheit. "Ich hatte mir vorher keine festen Ziele gesetzt, sondern mir immer nur gesagt: weiter, weiter, weiter, damit die Leute einen guten Eindruck von einem bekommen", verdeutlicht Hans Martin Wismar. Nervosität machte sich erst im vorletzten Spiel gegen TV-Entertainer Stefan Raab breit. Wismar verlor das Golfduell, punktete danach aber im spannenden Wissensquiz und sicherte sich den Millionen-Gewinn.

Für "Kampfschwein" Stefan Raab war es die siebente Niederlage, die er einstecken musste und an die er noch lange denken wird: Beim Mountainbike-Rennen war er schwer gestürzt und hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Hans Martin Wismar rannte sofort zum Kontrahenten, um zu helfen.

Zu diesem Zeitpunkt reckten nicht nur er und seine Freunde im Fernsehstudio die Arme in die Höhe. Auch in der nordwestmecklenburgischen Kreisstadt Grevesmühlen brach Jubel aus. Im Nachthemd riss beispielsweise eine Frau ein Fenster auf und schrie: "Er hat gewonnen, er hat gewonnen."

Seit Mittwoch ist Hans Martin Wismar wieder in Grevesmühlen. Ursprünglich kommt er übrigens aus Köln. Seine Eltern haben auf der Insel Usedom ein Ferienhaus gebaut. Er selbst hat in Greifswald Medizin studiert und arbeitet seit knapp zwei Jahren als Assistenzarzt beim DRK-Krankenhaus in Grevesmühlen.

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