Mestliner Abwassernetz wird erneuert

In diesem Bereich - vom Klärwerk (rechts hinten) bis zur Ampelkreuzung - beginnen am Montag die Bauarbeiten.bölsche
1 von 2
In diesem Bereich - vom Klärwerk (rechts hinten) bis zur Ampelkreuzung - beginnen am Montag die Bauarbeiten.bölsche

von
06. August 2010, 01:57 Uhr

Mestlin | Am Montag sollen die umfangreichen Bauarbeiten am Wasser- und Abwassernetz in Mestlin starten. So sollen die Schmutzwasser- und Regenwasserkanalisation sowie Trinkwasserleitungen erneuert werden. In diesem Zusammenhang werden die Gehwege und die Beleuchtung in einigen Abschnitten ebenfalls saniert. Nach der Ausschreibung, die das Unternehmen Asgard Baugesellschaft in Groß Krankow gewann, beginnen in der kommenden Woche die Arbeiten im Bereich von der Kläranlage bis zur Ampelkreuzung der Landesstraßen 15 und 16", sagt Holger Saupe vom Ingenieurbüro Kirsch & Leirich in Schwerin.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Parchimer und Sternberger Straße, die Goldberger und die MTS-Straße sowie den Mühlenhofer Weg. "Als Bauzeitraum ist der 9. August 2010 bis zum 28. Oktober 2011 vorgesehen", erklärt Heinz Schünemann vom Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim (WAZV). Im zweiten Bauabschnitt, der ab dem 4. Oktober diesen Jahres starten und ebenfalls bis 28. Oktober kommenden Jahres andauern soll, sind die Ernst-Thälmann Straße, die Fritz-Reuter-Straße die Thomas-Müntzer-Straße und der Marx-Engels-Platz sowie Abschnitte der Lindenstraße vorgesehen. Der Bereich der Parchimer Straße 3 bis 7 soll bis 15. Oktober dieses Jahres fertig werden. "Wir müssen uns beeilen, weil die zu erwartenden Fördermittel nur fließen, wenn wir die Arbeiten bis zum Herbst 2011 abschließen", hieß es aus dem Amt Goldberg-Mildenitz zu dem geplanten Tempo.

Was kommen nun für Kosten auf die Anlieger zu? "Der WAZV Parchim/Lübz erhebt gemäß des Kommunalen Abgabengesetzes in Mecklenburg-Vorpommern (KAG) und § 1 Abs. 1 der Trinkwasser- und Schmutzwasserbeitragssatzungen zur Deckung des Aufwandes für die Anschaffung und Herstellung der öffentlichen Einrichtung zur zentralen Trinkwasserversorgung bzw. Schmutzwasserbeseitigung Anschlussbeiträge. Die Höhe des Beitrages orientiert sich dabei nicht an dem tatsächlich für das einzelne Grundstück notwendigen Investitionsaufwand, sondern einzig und allein an der baurechtlichen Lage des Grundstückes und der Nutzungsmöglichkeit", so Schünemann.

Allerdings fließen auch etliche Fördermittel. Die Kosten der Gemeinde für Straßenbau, Gehwege und Beleuchtung werden zu 65 Prozent durch Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) gefördert. "Die restlichen 35 Prozent werden durch die Gemeinde getragen, diese 35 Prozent werden aber zu 90 Prozent durch so genannte KIF-Mittel (Kommunaler Investitionsfond) aus dem Landwirtschaftsministerium gefördert. Der Rest - 3,5 Prozent - muss durch die Gemeinde getragen werden", hieß es aus dem Amt Goldberg-Mildenitz. Der WAZV erhält für seine Arbeiten für beide Bauabschnitte 364 000 Euro Fördermittel, "das entspricht etwa 70 Prozent der Nettobaukosten", so Schünemann. Er betont, dass diese große Baumaßnahme erst möglich wurde, weil alle Partner wie die Gemeinde Mestlin, das Amt Goldberg-Mildenitz, das Straßenbauamt Schwerin, das Landwirtschaftsministerium, der Landkreis und das WAZV gemeinsam seit Jahren sich dafür stark gemacht haben. Für den 12. August um 19 Uhr ist eine Einwohnerversammlung im Kulturhaus geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen