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Angeklagte drohten, ihr Opfer in Waldstück lebendig zu begraben : Menschenraub in Güstrow vor Gericht

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Drei junge Männer müssen sich ab Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubes vor Gericht verantworten.

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erstellt am 31.Jan.2011 | 07:10 Uhr

Rostock/Güstrow | Drei junge Männer müssen sich ab Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubes vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichtes Rostock verantworten.Die Anklage erfolgt in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft Rostock wirft dem 23-jährigen Hovhannes G. (armenischer Staatsangehöriger) vor, am 5. März 2009 in Güstrow gegen 20.30 Uhr gegen den Willen eines ihm bekannten jungen Mannes in dessen Auto eingestiegen zu sein und diesen zur Weiterfahrt gezwungen zu haben. Gleichzeitig soll er die Mitangeklagten, den 24-jährigen Alexander K. und den 23-jährigen Semir H. (bosnisch-herzegowinischer Staatsangehöriger), telefonisch herbeigerufen haben.

Vor der Volks- und Raiffeisenbank in Güstrow sollen alle drei Angeklagten auf den Geschädigten eingeschlagen und eingetreten haben, wobei der Angeklagte Semir H. einen Schlagring benutzt habe. Anschließend sei der Geschädigte in den Kofferraum des Wagens des Mitangeklagten Alexander K. eingesperrt und in ein Waldstück bei Wilhelminenhof und Gülzow gebracht worden. Vor Ort habe der Angeklagte Hovhannes G. dann von ihm die Zahlung von 6000 Euro als Schadenswiedergutmachung gefordert. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls gewesen, in dem der Geschädigte gegen den Angeklagten Hovhannes G. ausgesagt habe, so Pressesprecherin Hansje Eidam vom Landgericht Rostock. Um den Geschädigten einzuschüchtern hätten die Angeklagten ihm damit gedroht, ihn lebendig zu begraben oder im Falle einer Strafanzeige seine Freundin und seine Mutter umzubringen.

Die Verhandlung findet am Donnerstag um 9.30 Uhr im Landgericht statt. Ein weiterer Termin zur Hauptverhandlung ist für den 7. Februar um 9.30 Uhr festgelegt.

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