MEK Küchen: Güstrower Traditionsbetrieb am Ende

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16. Februar 2010, 01:57 Uhr

Güstrow | Ein Güstrower Traditionsunternehmen ist endgültig am Ende: Die MEK Küchen GmbH wird bis Ende des Monats komplett abgewickelt. Seit Jahrzehnten zählte das Unternehmen zu einem der wichtigsten Industriebetriebe in Güstrow, war Arbeitgeber für viele Menschen. Jetzt wurden auch die zuletzt hier noch tätigen 48 Mitarbeiter entlassen. "Das ist traurig für die Region. Wir haben lange gekämpft, aber es sollte nicht sein", so Geschäftsführerin Marina Ahrndt, die sich jetzt auch eine neue Arbeit suchen muss.

Im Oktober 2009 hatte der Küchenhersteller Insolvenz angemeldet. Grund: der Zusammenbruch des Inlandsgeschäftes, Hauptstandbein von MEK Küchen. Doch schon vor der Insolvenz 2009 hatte das Unternehmen bereits einmal kurz vor dem Ende gestanden. Gerettet werden konnte der Traditionsbetrieb damals durch den Einstieg eines marokkanischen Investors, der die Güstrower Küchen in Nordafrika vertrieb. Doch auch die Marokkaner konnten MEK jetzt nicht mehr helfen. "Sie sind nicht abgesprungen, hatten aber allein nicht die Kraft, den Einbruch beim Inlandsgeschäft aufzufangen", erklärt Marina Ahrndt. Fieberhaft suchte der Insolvenzverwalter seit Oktober 2009 nach einem zusätzlichen Investor, um das Unternehmen zu retten. "Er hatte im Ansatz gute Gespräche mit potenziellen Investoren, aber letztendlich wollte keiner einsteigen", sagt Marina Ahrndt. Ende Dezember wurde deshalb schon die Produktion am Güstrower Standort eingestellt.

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