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7397 Schusswaffen wurden im vergangenen Jahr in NWM registriert : Mehr Waffen im Nordwest-Kreis

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Die Zahl der Schusswaffen ist im Landkreis NWM weiter gestiegen. So sind derzeit insgesamt 7397 Schusswaffen registriert, 2009 waren es bis zum 30. September 7209. Das geht aus dem Bericht der Landrätin hervor.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 05:50 Uhr

Nordwestmecklenburg | Die Zahl der Schusswaffen ist im Landkreis Nordwestmecklenburg weiter gestiegen. So sind derzeit insgesamt 7397 Schusswaffen registriert, 2009 waren es bis zum 30. September 7209. Auch die Zahl der Inhaber einer Waffenbesitzkarte im Landkreis Nordwestmecklenburg ist im Jahresvergleich um 28 auf 1948 gestiegen, das geht aus dem Bericht der Landrätin hervor.

"Grundsätzlich ist der Inhaber von Waffen verpflichtet, der Behörde nachzuweisen, wie die Waffen und Munition aufbewahrt werden", sagt Sven Dutschke, Sachgebietsleiter im Bereich Ordnung und Sicherheit der Kreisverwaltung Grevesmühlen. Nach dem Waffengesetz müssen Waffen und Munition sicher in einem A-, B- oder 0-Schrank aufbewahrt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Munition getrennt von den Schusswaffen in einem Stahlblechbehältnis aufbewahrt werden. Kontrolliert wird dies vom Ordnungsamt des Landkreises.

Nach dem Amoklauf von Winnenden gab es im Juni 2009 erneut eine Gesetzesänderung. Demnach ist ein Verstoß gegen die Aufbewahrungspflicht von Schusswaffen keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Gerade im Bezug auf Erben von Waffen hat sich mit der Gesetzesänderung im Jahr 2008 einiges geändert. Bis zur Gesetzesänderung mussten Erben für den Besitz von ererbten Schusswaffen weder Sachkunde noch ein Bedürfnis nachweisen. Mittlerweile dürfen Erben nur noch ererbte Schusswaffen besitzen, die von einem Waffenhersteller oder -händler durch ein Blockiersystem unbrauchbar gemacht wurden.

Eine Waffenbesitzkarte berechtigt den Inhaber aber nicht zum Führen einer Waffe und ist daher nicht mit einem Waffenschein gleichzusetzen. Wer eine solche Karte haben darf, regelt das so genannte Waffengesetz. Zu den Erlaubnisgruppen zählen unter anderem Jäger, Sportschützen, Waffensammler, Inhaber eines Bewachungsunternehmens, Erben, Altbesitzer, Besitzer von Schiffen oder Booten sowie Landwirte, Gehegebetreiber und Tierärzte.

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