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Einweihung : Mehr Platz für die Atmosphärenphysik

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das Leibniz-Institut in Kühlungsborn ist jetzt um ein Gebäude reicher / Finanzierung zum Großteil aus EU-Mitteln

von
erstellt am 09.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn ist um 800 Quadratmeter gewachsen. Gestern wurde der Neubau eingeweiht, in dem künftig ein Großteil der Verwaltungsmitarbeiter untergebracht sein wird. In dem neuen Trakt gibt es zudem einen Veranstaltungsraum, in dem Konferenzen abgehalten werden können.

Die Bauarbeiten begannen im Januar 2014. Im März dieses Jahres konnten die Räume, unter denen auch ein Eltern-Kind-Büro ist, schon bezogen werden – vier Monate früher als geplant. „Außerdem hat das Gebäude statt der geplanten 3,5 Millionen letztlich 3,2 Millionen Euro gekostet. Darauf sind wir stolz“, sagte Institutsdirektor Franz-Josef Lübken. 2,3 Millionen davon sind aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geflossen. „Das ist sehr gut angelegtes Geld“, sagte Staatssekretär Sebastian Schröder vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Nötig wurde der Erweiterungsbau durch die steigende Zahl der Mitarbeiter. „Sie hat sich seit der Gründung fast verdoppelt“, so Lübken. Demnach seien mittlerweile fast 90 Wissenschaftler an dem Institut beschäftigt. Die Zahl der Festangestellten sei dabei im Wesentlichen konstant geblieben, deutlich gewachsen sei aber die Zahl der Studenten, die ihre Abschluss- und Doktorarbeiten dort betreuen lassen. „Die Atmosphärenphysik ist ein sehr attraktives und spezielles Feld“, bescheinigte auch Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock.

Am IAP beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Erforschung der mittleren Atmosphäre. In einem Höhenbereich zwischen zehn und 120 Kilometern gehen sie unter anderem thermischen und dynamischen Strukturen auf den Grund. Die akademischen Grade werden von der Uni Rostock, mit der das IAP kooperiert, verliehen. „Wir sind stolz darauf, dass wir so eine gute Zusammenarbeit pflegen“, so Wolfgang Schareck. Er bescheinigte dem Institut außerdem eine „hervorragende Teamarbeit“. Auch deswegen sei der Umzug in die neuen Räume so brillant schnell über die Bühne gegangen.

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