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Lokales

21. November 2017 | 18:47 Uhr

Mehr Hafenfläche

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erstellt am 02.Jan.2011 | 07:23 Uhr

Rostock | Veränderungen an Rostocks Kaikante: Die Hafen- und Entwicklungsgesellschaft (Hero) hat angekündigt, insgesamt 70 Millionen Euro in den Seehafen zu investieren. Parallel dazu entsteht in Groß Klein ein komplett neues maritimes Gewerbegebiet. Von den 70 Millionen Euro stammen allein 56,4 Millionen aus EU-Mitteln. Die Zusage aus Brüssel zur größten Einzelförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen 15 Jahren überreichte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) im August.

Das größte Projekt im Maßnahmenpaket ist mit 20 Millionen Euro die Erweiterung des Piers 3 Nord, wo sich der Kranhersteller Liebherr auf zwölf Hektar in die Warnow baut. Bis 2012 sollen im Seehafen mehr als 40 Hektar maritimes Gewerbegebiet erschlossen, mehrere Schwerlastliegeplätze gebaut und nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur entfernt werden. Momentan sind 4800 Menschen im Hafen tätig. Der Wirtschaftsminister schätzt, dass durch den Ausbau und die damit verbundenen Unternehmenserweiterungen und -neuansiedlungen bis zu 700 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Und auch bereits am Ort ansässige Unternehmen profitieren vom Ausbau der Infrastruktur. Unter anderem plant die Reederei Scandlines, ab 2012 zwei neue Fähren auf der Linie Rostock-Gedser einzusetzen und damit ihre Kapazität zu verdoppeln. Dafür muss ein neuer Liegeplatz im Hafenbecken A her, die Hafenfläche von 25 auf 31 Hektar vergrößert werden. Auch ein Fährcenter mit Gastronomie und Kapazitäten für Verwaltung sowie ein Bordershop und eine zweite Tankstelle sollen entstehen.

Weitere Hero-Projekte dieses Jahres waren die Sanierung von Liegeplatz 5 und des Bedienstegs an den Liegeplätzen 3 und 4 im Ölhafen, die Fertigstellung des 200 Meter langen Schwerlastliegeplatzes 25, der Baubeginn der östlichen Straßenanbindung zum Gewerbegebiet im Hafenvorgelände und die Grauwasser entsorgung von Kreuzlinern in Warnemünde. Zudem begannen die Planungen für eine Autobahnanbindung des östlichen Hafenteils.

In Groß Klein sollen künftig 27 Hektar für Industrieansiedlungen zur Verfügung stehen. Bereits im Mai überbrachte Seidel den Zuwendungsbescheid in Höhe von 9,65 Millionen Euro für die ersten 8,3 Hektar. Die Gesamtkosten betragen 11,6 Millionen Euro. Dafür soll die Fläche zwischen Neptun-Meyer-Werft und Laakkanal bis 2012 für mögliche Investoren, unter anderem aus der Offshore-Industrie, erschlossen werden. Es entsteht eine neue 250 Meter lange Kaikante, an der auch große Schiffe anlegen können. Die Politik rechnet mit bis zu 500 neuen Jobs. Als Vorbereitung wurde schon in diesem Jahr der Laakkanal um einige hundert Meter verlegt.

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