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Lokales

16. Dezember 2017 | 00:44 Uhr

Mehr Autodiebstähle in der Prignitz

vom

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2010 | 07:20 Uhr

Prignitz | 40 375 Kfz-Diebstähle bundesweit weist die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2009 aus. 2008 wurden noch neun Prozent weniger Autos gestohlen - 37 184 Fahrzeuge wechselten unrechtmäßig den Besitzer.

Dieser seit 2006 beobachtete Trend setzt sich im Land Brandenburg und auch im Kreis Prignitz fort. Landesweit stieg die Zahl der Diebstähle einschließlich unbefugten Gebrauchs sogar um 16 Prozent von 2841 auf 3317 Fälle an, informierte das Landeskriminalamt. Die Aufklärungsquote verbesserte sich von 21,3 auf 26,1 Prozent.

Am stärksten vom Autoklau betroffen sind die 24 Gemeinden, die direkt an der Grenze zu Polen liegen. Hier stiegen die Diebstähle mit insgesamt 496 Fällen im Jahr 2009 sogar um fast 31 Prozent im Vergleich zu 2008 an.

In der Prignitz nehmen die Fahrzeugdiebstähle ebenfalls zu. 70 Fälle erfasste die Polizei 2009, informierte Pressesprecherin Bianca Krege. Ein Jahr zuvor seien es noch 47 gewesen, das entspricht einem Anstieg von 48,9 Prozent. Weiterhin bilden im Schutzbereich die Delikte rund um das Fahrzeug, wie Sachbeschädigungen an Fahrzeugen mit 285 Fällen, Diebstähle aus Fahrzeugen (147 Fälle) sowie Diebstahlshandlungen an Fahrzeugen (143 Fälle) einen Schwerpunkt in der Kriminalstatistik.

"Insgesamt hatten wir es 2009 mit 693 Fällen um und an Autos zu tun", sagt Bianca Krege. "Das waren 92 oder 15,3 Prozent mehr als im Vorjahr." Kfz-Delikte machen im Schutzbereich Prignitz gut zehn Prozent der Gesamtkriminalität aus.

Für das laufende Jahr scheint sich eine leichte Entspannung anzudeuten. So seien laut Polizei in den ersten sechs Monaten bei Diebstählen (275 Fälle, 47 weniger im Vergleich zum Vorjahr), Sachbeschädigungen (95/-39) sowie Diebstählen aus Fahrzeugen (55/-11) Rückgänge zu verzeichnen. Insbesondere was die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen angeht, empfiehlt die Polizei den Besitzern, nichts liegen zu lassen, was Diebe interessieren könnte. "Kameras, Handys und vor allem mobile Navigationsgeräte sind für die Langfinger interessant", gibt Bianca Krege zu bedenken. "Das sollte am besten gar nicht oder zumindest nicht offen sichtbar im Auto liegen." Auch der Fleck von Saugnapf einer Navi-Halterung sei verräterisch. Selbst das Verstauen im Kofferraum sei nicht sicher. "Der Dieb könnte einen schon beim Umpacken ins Gepäckabteil beobachten", so Krege.

Kommt es doch zum Fall der Fälle, bieten nur die richtigen Versicherungen Schutz. "Bei Diebstahl des Fahrzeuges oder von fest am Auto angebrachten Teilen wie Radios springt die Teilkasko ein und ersetzt den Zeitwert", sagt Katrin Rüter vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Für Vandalismusschäden kommt hingegen die Vollkasko auf. Diebstahl aus Autos kann bei manchen Anbietern über die Hausratversicherung abgedeckt werden, aber hier muss man genau auf die Bedingungen achten, unter denen gezahlt wird", so Katrin Rüter.

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