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Lokales

21. November 2017 | 03:47 Uhr

Mehltau und Läuse setzen Weizen zu

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2010 | 07:08 Uhr

Rehna/Köchelstorf | Die Blüten des Rapses sind verschwunden, dem leuchtenden Gelb folgt jetzt ein saftiges Grün auf den Feldern Nordwestmecklenburgs. Der Raps reift in seinen Hülsen heran und das Getreide schiebt seine Ähren aus den Halmen. Somit war es genau der richtige Zeitpunkt, gestern beim Weizentag zwischen Rehna und Köchelstorf über die unterschiedlichen Weizensorten, ihre Anbaumöglichkeiten und Erntemengen sowie über Schädlinge und hilfreiche Gegenmittel zu informieren.

Aus ganz Mecklenburg, aus dem benachbarten Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren die Landwirte und Vertreter von Pflanzenschutz- und Düngemittelherstellern zum inzwischen 35. Weizentag gekommen. Bereits in den 70er Jahren war der Vorgänger der heutigen Agrargenossenschaft eG Köchelstorf an Forschungen beteiligt, den Getreideertrag zu verbessern. Das hat sich auch nach der politischen Wende und dem Ende der DDR erhalten. Landwirte sowie die Pflanzenschutz- und Düngemittelindustrie haben großes Interesse an den Entwicklungen und Forschungsergebnissen, die die Agrargenossenschaft in Zusammenarbeit mit der Landesforschungsanstalt MV erarbeitet und einmal im Jahr beim Weizentag der interessierten Öffentlichkeit bekannt gibt, denn auf Bauernregeln alleine kann man sich nicht wirklich verlassen.

Dabei heißt es: "Ist der Mai kühl und nass füllt dem Bauern Scheun und Fass." Also, dürften sich die Landwirte, die Getreide anbauen, keine Sorgen für dieses Jahr machen. Aber so einfach ist es nicht. Eine gelungene Ernte wird immer durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Wichtig ist die Wahl der entsprechenden Getreidesorte für den vorhandenen Boden. Dann bildet das Wetter eine wichtige Komponente und mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln werden schließlich Krankheiten und Schädlinge angehalten, die hochgezüchteten Pflanzen zu schädigen. Vor allem Blattläuse machen sich zurzeit an den noch frischen und weichen Ähren zu schaffen. Mehltau und Braunrost schädigen die Blätter und wandern die Pflanze empor.

Mit diesen Hilfsmitteln erreicht die Agrargenossenschaft in Köchelstorf recht gute Ernteergebnisse. "Bei der Sorte Adler hatten wir im vergangenen Jahr 96,2 Doppelzentner. Derzeit haben wir etwas weniger Ähren, das wird sich aber zurecht wachsen", sagt Reinhard Drews, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft, mit Zuversicht auf die Ernte.

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