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Politik kündigt Baubeginn für A 24-Querung noch für 2011 an : Megapark bekommt endlich seine Brücke

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"Wenn alles nach Plan geht, es zu keiner Verzögerung durch die Grundstückseigentümer sowie beim Auftrags- und Vergabeverfahren kommt, kann mit dem Weiterbau der Teilanschlussstelle noch dieses Jahr begonnen werden."

Valluhn/Gallin | Der Megapark, das größte Gewerbegebiet Westmecklenburgs, soll nun endlich eine komplette und direkte Anbindung an die Autobahn A 24 bekommen. Und das überraschend schnell. Landrat Rolf Christiansen: "Wenn alles nach Plan geht, es zu keiner Verzögerung durch die Grundstückseigentümer sowie beim Auftrags- und Vergabeverfahren kommt, kann mit dem Weiterbau der Teilanschlussstelle noch in diesem Jahr begonnen werden."

Das kommt einem Durchbruch gleich, den bisher waren die Unternehmen auf viel spätere Termine vertröstet worden. 2013 oder sogar 2014 wurden als mögliche Termine genannt. Ursache dafür ist der Widerstand von Grundstückseigentümern, die die Brücke über die Autobahn aus prinzipiellen Gründen verhindern wollen. Als Konsequenz müssen täglich Hunderte Lkw einen kilometerlangen Umweg zur Anschlussstelle Boizenburg/Zarrentin in Kauf nehmen. Allein die Edeka bezifferte das Einsparpotenzial auf 100 000 Euro jährlich. Bezogen auf alle Firmen im Park, dürfte die Summe noch höher liegen. Dazu kommt der Zeitgewinn, gerade für Logistikunternehmen ein wichtiges Argument und die zu erwartende Entlastung eines Teils der Bundesstraße 195.

Aufgrund der leidvollen Erfahrungen der vergangenen Jahre gibt sich Landrat Christiansen dann auch realistisch: "Sollte es jedoch zu Verzögerungen kommen, verzögert sich das Bauvorhaben noch einmal um ein paar Monate. Die Bauzeit wird ca. ein Jahr betragen." Auch diese Aussage ist neu, weil eine Klage der Grundstücksbesitzer keine aufschiebende Wirkung mehr hätte. Das Planfeststellungsverfahren ist durchgeführt, der Beschluss soll noch im Juni erfolgen.

Mit dem Weiterbau der Anbindung mit dem Namen Gallin ginge dann ein seit Anfang der 1990er-Jahre dauernder Streit zu Ende. Das hängt mit der Geschichte des Megaparks zusammen, dessen Keimzelle auf dem Gelände der früheren Grenzübergangsstelle Zarrentin entstand. Inzwischen arbeiten dort in dutzenden Firmen mehr als 2500 fest Beschäftigte, zu denen noch einmal Hunderte Leiharbeiter oder zeitweilig Angestellte kommen.

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erstellt am 07.Jun.2011 | 06:59 Uhr

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