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Lokales

11. Dezember 2017 | 06:46 Uhr

Megakran für Offshore-Einsatz

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2010 | 07:20 Uhr

Rostock | Die Montage des Schwerlastkrans an Bord des Offshore-Spezialschiffs "Sampson" macht Fortschritte. Gestern Morgen hat Liebherr im Rostocker Seehafen einen 90 Meter langen Ausleger, der in Lubmin gefertigt und am Wochenende per Ponton überführt wurde, auf dem Riesen befestigt. "Zunächst haben wir das Schiff vom Pier gelöst und ganz langsam in die Mitte des Hafenbeckens bewegt", berichtet Karl Thrumann, Koordinator für Großkranprojekte bei Liebherr. Dann wurde das Ponton zwischen Pier und "Sampson" gezogen.

Zwei Krane hoben den Ausleger an, um ihn kurz darauf in Millimeterarbeit über dem Spezialschiff herunterzulassen, das sich mittlerweile zurück an die Pier bewegt hatte. Schließlich wurde die Anlenkungsseite durch zwei Bolzen mit der Drehbühne verbunden. "Jetzt können wir beginnen, die Seile für das Heben und Senken des Auslegers und des Haupthakens einzuziehen", sagt Thrumann. Anschließend ist die Befestigung des Haupthakens, mit dem bis zu 1600 Tonnen Gewicht gehoben werden können, und der beiden Hilfshaken, die für kleinere Lasten von bis zu 50 oder bis zu 200 Tonnen geeignet sind, an der Reihe. "Bislang hat es keine Schwierigkeiten gegeben", so der Projektkoordinator. "Wir liegen voll im Ablaufplan."

Am 6. August war die 180 Meter lange und 32 Meter breite "Sampson" aus Indonesien in Rostock eingetroffen. Wenig später begannen die Vorbereitungen für die Montage eines der weltgrößten Offshore-Drehkrane vom Typ MTC 78 000 auf dem Schiff. Die Grundsäule wurde vermessen und ein Schleifringkörper als Schnittstelle zwischen Schiff und Kran aufgesetzt. Es folgten der Aufbau der Drehbühne als Herzstück des Krans, des Maschinenhauses mit Generatoren, Hydraulikpumpen und Schaltschränken sowie des Mastunter- und Mastoberteils. Die "Sampson" ist bereits das zweite Spezialschiff, für das Liebherr einen solchen Megakran hergestellt hat. Im Sommer 2009 war auf dem Schwesterschiff "Goliath" ebenfalls in der Hansestadt ein solches Hebegerät montiert worden. Außerdem seien zwei weitere Kräne in der Produktion, sagt Thrumann. Lieferdatum: 2011 und 2012.

Sobald die Arbeiten auf der "Sampson" beendet sind, unterzieht das Unternehmen das Hebegerät auf Reede vor Warnemünde einem Belastungstest. "Wir hängen Testgewichte in Form eines mit Wasser gefüllten Pontons an den Haken", erläutert der Projektkoordinator. Ein Inspektor kontrolliert und protokolliert die Versuche mit 520, 580, 1400, 1600 und 1760 Tonnen. Geht alles gut, wird der Schwerlastkran freigegeben und die Fahrer des Kunden können an Bord geschult werden. Geplanter Übergabetermin für das Schiff ist Anfang September. Anschließend kommt die "Sampson" bei Reparaturen und Wartungsarbeiten an Erdölplattformen unter anderem im Golf von Mexiko zum Einsatz.

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