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Lokales

13. Dezember 2017 | 12:19 Uhr

Meeres-Skulpturen aus purem Sand

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2011 | 07:44 Uhr

Warnemünde | Der offizielle Start für die zweite Warnemünder Sandwelt erfolgt heute um 10 Uhr am Passagierkai. Neun Künstler aus sechs Ländern schaffen bis zum 24. Mai auf dem Freigelände vor Karls Pier 7 und am Zwiebelschuppen unter dem Motto "Meeresgeschichten" fantasievolle Skulpturen, die sie nach der Ideenfindung vom Kopf auf Papier projeziert haben und nun vor den Augen vieler Schaulustiger mit viel Fingerspitzengefühl realisieren. Der russische Bildhauer Sergey Tselebrovsky lässt die schöne Meeresgöttin Jurate auferstehen, die um ihren Geliebten trauert und deren Bernsteintränen von den Ostseewellen ans Ufer getrieben werden. Tselebrovsky darf sich übrigens Weltmeister nennen. Diesen Titel bekam er für seine Skulpturen 2004 in Alaska. Der Warnemünder Leuchtturm hat den lettischen Designer Zigmunds Vilnis inspiriert, während der polnische Bildhauer Viacheslav Boretsky in der alten griechischen Mythologie die Königstochter Andromeda für sich entdeckt hat.

"Die Künstler, die diese Warnemünder Sandwelt mitgestalten, haben erfolgreich an vielen internationalen Meisterschaften in aller Welt teilgenommen", sagt Othmar Schiffer-Belz, der das Event leitet und im Juli gemeinsam mit Zigmunds Vilnis in St. Petersburg bei einem großen Sandfestival sein Können unter Beweis stellen wird. Zunächst aber möchte er demWarnemünder Original Min Herzing alias Fischfrau Hedwig Anke an Karls Pier 7 ein Denkmal setzen.

Die neun Skulpturen bestehen aus rund 400 Tonnen Sand. Dieser stammt aus einem Tagebau in Berlin-Brandburg. Teilweise kann jener vom vergangenen Jahr wieder verwendet werden. "Leider können wir mit dem Ostseesand nichts anfangen. Denn dieser hat ein rundes Korn, das nicht zusammenhält. Wir arbeiten mit einem ungebrochenen, eckigen Korn, das mit Wasser versetzt und verdichtet wird", erklärt Schiffer-Belz. Anders als beispielsweise Ton will der Sand sehr feinfühlig behandelt werden, denn Reparaturen sind kaum möglich. Gearbeitet wird vorwiegend mit dem Spachtel und der Hand.

"Im vergangenen Jahr zur ersten Warnemünder Sandwelt sind rund 120 000 Besucher gekommen. Wir haben zahllose Fragen beantwortet und doch viel Spaß bei unserer Arbeit gehabt", sagt Schiffer-Belz, der mit seinen Kollegen ab heute täglich von 10 bis 18 Uhr beim Gestalten der handgefertigten Unikate aus purem Sand zu sehen ist.

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