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Lokales

11. Dezember 2017 | 23:54 Uhr

Mecklenburger gehen übers Wasser

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2010 | 07:21 Uhr

Godern | "Das ist der Heimatstrand der Mecklenburger Schwimmschuhe. Deshalb gehört so ein Wettkampf nach Godern" , sagt Frank-Uwe Groth. Der Gnevener ist der Vater der heutigen Variante dieses außergewöhnlichen Freizeitsport-Gerätes und organisiert den Vertrieb. So um die 400 Paar sind bundesweit im Einsatz. Groth und andere Wasserläufer sind seit Jahren gern gesehene Gäste bei Volksfesten am Wasser, um die Schwimmschuhe vorzuführen. Daher ist der Gnevener der Meinung, dass nun die Zeit für eine eigene Meisterschaft reif ist. "Die kann zur Attraktion des Goderner Strand- und Schützenfestes werden," hofft Groth. Denn die Premiere am Wochenende soll eine Fortsetzung finden.

Den sieben Startern und zahlreichen Zuschauern hat das 45-minütige Spektakel am Sonnabend jedenfalls gefallen. Dass der Mann mit der meisten Erfahrung - Gastgeber Frank-Uwe Groth - am Ende das Finale gewann, war keine Überraschung. Doch Felix Gebert aus Vorbeck musste sich auf dem 50 Meter langen Parcours nur knapp geschlagen geben. Der 19-Jährige stand vor zwei Jahren das erste Mal auf dem Schwimmschuhen - auf Einladung von Groth. "Ich war sofort überzeugt von den Dingern", erzählt Felix Groth. "Es macht einfach Spaß, sich das Wasser auf diese Art und Weise zu erobern." Zur Meisterschaft brachte Felix seinen Bruder Christian mit. Der 17-Jährige hatte erstmals Schwimmschuhe an den Füßen. "Entscheidend ist es, die Schwimmschuhe parallel und das Gleichgewicht zu halten. Dann kann man sich vorwärts schieben", verrät der Anfänger. Obwohl Christian in seinem ersten Lauf ausschied, hat er seine beiden Ziele erreicht: Er überstand das Abenteurer mit viel Spaß und vor allem trocken.

Neben fünf Mecklenburgern waren zwei Starter aus dem Raum Bremen in Godern dabei. Gudrun Meyer-Lemke und Guido Lemke kommen aus Brinkum und bemühen sich dort, die Schwimmschuhe populär zu machen. "Wir wollen sie als Geräte für den Freizeit- und Gesundheitssport etablieren", verrät Gudrun Meyer-Lemke, die als einzige Frau beim Rennen auf dem Pinnower See übrigens auf Rang drei kam.

Neben dem neuen Wettkampf gab es beim von vielen Godernern wieder liebevoll vorbereiteten Strand- und Schützenfest auch das traditionelle Schießen um den Titel des Volkskönigs. Der Schützenverein Ostufer war mit seiner mobilen Schießanlage präsent. "Wir wollen Werbung für den Schießsport machen", betont Präsident Eberhard Otto. Bei Familie Richert aus Godern gelang das prima: Der zehnjährige Paul-Friedrich gewann bei den Kindern, seine Mutter Juliane bei den Damen. Bei den Männern gab es eine Titelverteidigung: Der Schweriner Enrico von Holden erwies sich erneut als der treffsicherste Schütze. Der 31-Jährige war als Schausteller dienstlich in Godern, ließ sich den Schießwettkampf aber nicht entgehen. "Ich bin kein Profi", betont der Sieger und freute sich über seinen erneuten Erfolg.

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