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Bau der Schweinemastanlage Dargelütz : Max Moor unterstützt Bürgerprotest

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Die Bürgerinitiative Dargelütz erhält für ihren Protest gegen die geplante Schweinefabrik prominente Unterstützung. Schriftsteller Max Moor hat angekündigt, die Petition zu unterschrieben.

svz.de von
erstellt am 13.Nov.2013 | 10:01 Uhr

Die Bürgerinitiative (BI) Dargelütz erhält für ihren Protest gegen die geplante Schweinefabrik prominente Unterstützung. Schriftsteller Max Moor hat angekündigt, morgen Abend am Rande einer Lesung im Rahmen von "Parchim liest" ab 20 Uhr in der Stadthalle die Petition der BI zu unterschrieben. Damit wird Max Moor in die Bildergalerie der Protestler aufgenommen.

Max (vormals Dieter) Moor wird morgen Geschichten aus seinem Buch "Lieber einmal mehr als mehrmals weniger" vorstellen. Der bekannte schweizerische Moderator, Schauspieler und Autor betreibt mit seiner Frau einen Bio-Bauernhof in Brandenburg und will seine mecklenburgischen Nachbarn im Kampf gegen die Riesen-Schweinemastanlage in Dargelütz unterstützen.

"In ganz Ostdeutschland ist eine massive Tendenz zur Industrialisierung der Landwirtschaft zu beobachten, mit all ihren negativen Folgen. Das finde ich sehr schade, denn diese Landschaften bieten eigentlich so viel Potenzial und schöpferischen Freiraum für tolle nachhaltige Projekte. Ich mag selbstbewusste Dorfbewohner, die sich für den Erhalt und die Gestaltung ihres Dorfes stark machen. Kleine unbeugsame Dörfer wehren sich gegen Agrargiganten, das gefällt mir - deshalb unterstütze ich die Dargelützer aus vollem Herzen", erklärt er gegenüber unserer Zeitung.

Zahlreiche BI-Mitglieder haben angekündigt, die Veranstaltung von Max Moor zu besuchen. "Unseren Protest gestalten wir nachdrücklich, dabei aber kreativ und zuweilen auch humorvoll ", so Günter Schulze, Sprecher der BI, " deshalb passt Max Moor gut zu uns."

Die geplante Schweinemast-Anlage in Dargelütz soll auf 12 Hektar für über 15 500 Schweine errichtet werden. Im Genehmigungsverfahren haben inzwischen mehrere hundert Betroffene Einwendungen erhoben. Am 17. Dezember wird die öffentliche Anhörung stattfinden. Zu den kritischen Punkten der Genehmigung zählen u.a. der Tierschutz, Nitratbelastungen der Böden und des Grundwassers, multiresistente Keime, die Straßenbelastung und der Brandschutz.

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