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Lokales

26. September 2017 | 23:45 Uhr

Massenkarambolage auf der B 191

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2011 | 07:35 Uhr

Parchim | Ein schwerer Verkehrsunfall sorgte gestern für eine mehrstündige Vollsperrung der Bundesstraße B 191 zwischen Parchim und Rom. Vier Personen wurden dabei verletzt, zwei sogar schwer. Den Einsatzkräften vor Ort bot sich ein schreckliches Bild.

Es ist kurz nach 13.30 Uhr, als ein aus Richtung Parchim fahrender Kleintransporter zum Überholen eines Ford Fiestas ansetzt. Das Gefährliche an diesem Überholmanöver: Wenige Meter weiter folgt eine Rechtskurve und prompt kommen zwei 40-Tonner entgegen. Der Fahrer des Kleintransporters (52) versucht sich wieder einzuordnen, verreißt aber wahrscheinlich das Lenkrad und kommt dabei ins Schleudern. So kommt es zum ersten Kontakt zwischen Kleintransporter und den Lkw. Er streift die Laster so, dass an den schweren Fahrzeugen die Reifen wegplatzen. "Anschließend kracht er gegen einen Baum auf der linken Straßenseite und frontal in einen ihm entgegenkommenden Opel aus den Niederlanden", sagt die Polizei. Doch damit noch nicht genug. Eine aus Richtung Rom kommende BMW-Fahrerin bremst, damit sie nicht in den Unfall verwickelt wird, ein nachfolgender Krankentransportwagen kann nicht mehr bremsen. Er fährt auf den BMW auf.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Parchim, die mit 20 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort sind, müssen schweres Gerät zur Rettung einsetzen. "Ein Fuss des Fahrers war eingeklemmt", so Einsatzleiter und Wehrführer Bernd Schröder. Zusätzlich wird die Unfallstelle abgestreut, da Öl und Sprit ausgelaufen sind. Die Kameraden haben Mühe, auch die Batterie des Kleintransporters abzuklemmen. Das Fahrzeug ist zu sehr mit dem Opel ineinander verkeilt.

"Wir haben zwei Leicht- und zwei Schwerverletzte bei diesem Unfall. Der Fahrer des Kleintransporters musste per Rettungshubschrauber in die Schweriner Helios Kliniken geflogen werden", heißt es bei der Polizei.

Bei dem Unfallverursacher liegt zumindest der Verdacht auf Alkoholgenuss vor, deshalb wurde nach SVZ-Informationen eine Blutalkoholbestimmung angeordnet. Nachdem die Verletzten abtransportiert sind, folgen die weiteren Ermittlungs- und Bergungsarbeiten. Ein Verkehrsermittler der Parchimer Kriminalpolizei wird hinzugezogen.

Zur Bergung der Unfallwracks und der Beseitigung der Spuren werden ein Parchimer Abschleppunternehmen sowie die Schweriner Spezialfirma Hoffmann & Berger angefordert. Bis Redaktionsschluss war die Vollsperrung der B 191 noch nicht aufgehoben, die Polizei leitete den Verkehr großräumig um, es kam zu Behinderungen.


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