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Lokales

22. November 2017 | 02:45 Uhr

Massencrash auf der A 20

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 08:29 Uhr

Rostock | Zwei Massenkarambolagen haben gestern Morgen zu einer stundenlangen Vollsperrung der A 20 und einem Verkehrschaos auf Rostocks Straßen geführt. In dichtem Nebel krachten kurz vor 6 Uhr auf Höhe der Abfahrt Rostock-Südstadt sechs Fahrzeuge ineinander, nachdem ein 45 Jahre alter Mann die Kontrolle über seinen Golf verloren hatte und quer zur Fahrtrichtung zum Stehen kam. Schadensbilanz: zwei Leichtverletzte, ausgelaufenes Öl und mehrere Tausend Euro Sachschaden. Der Golffahrer hatte einen Atemalkoholwert von 2,5 Promille.

Etwa 45 Minuten später endete ein weiterer Massenunfall nur wenige hundert Meter entfernt in der Gegenrichtung mit einem Schwerverletzten. Der Mann aus dem Landkreis Güstrow wurde in seinem Fahrzeugwrack eingeklemmt. Die zu Hilfe gerufenen Feuerwehrleute befreiten ihn daraus mit schwerem Schneidgerät, anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren sieben Autos ineinander gerast, einige der Beteiligten erlitten leichte Verletzungen. Nur wenig später passierte an derselben Stelle ein Folgeunfall mit zwei weiteren Autos.

"Die drei Vorfälle ereigneten sich bei schwierigen Witterungsbedingungen mit dichtem Nebel und Sichtweiten teilweise unter 50 Metern", sagt Polizeisprecherin Yvonne Burand. Deshalb sei unangepasste Geschwindigkeit die wahrscheinlichste Ursache. Erst gegen 10.30 Uhr gab die Einsatzleitung die Strecke in Richtung Stralsund wieder frei, um 11.20 Uhr folgte die Autobahn in Richtung Wismar.

Zu dem Zeitpunkt waren bereits Tausende Pendler auf Umgehungsstrecken ausgewichen. "Bei uns waren alle Kollegen draußen", sagt Yvonne Osterkamp von der Warnowquerung GmbH. "Wir hatten in jeder Spur Einweiser, um den Verkehr zu regeln." Deswegen kam es vor dem Warnowtunnel in beiden Richtungen zu Staus vor den jeweils fünf Kassenhäuschen. "Das haben wir deutlich gemerkt, wir hatten zwischen 7 und 10 Uhr sehr viel mehr Autos als sonst", sagt Osterkamp. In Zahlen seien es 1000 Autos pro Stunde mehr gewesen als normalerweise.

Auch andere Straßen wie die B 105 waren sowohl im West-, als auch im Ostteil der Stadt völlig überlastet. "Alle haben erheblich länger zur Arbeit gebraucht", sagt Polizeisprecherin Burand. So staute sich beispielsweise der Verkehr vor der Vorpommernbrücke noch kurz vor Aufhebung der A 20-Sperrung mehrere Kilometer weit bis Bentwisch zurück. Besonders betroffen war auch die Rostocker Innenstadt.

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