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Lokales

18. Dezember 2017 | 17:33 Uhr

Marianne Grunthal geehrt

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erstellt am 02.Mai.2010 | 07:10 Uhr

Schwerin | In Erinnerung an die Lehrerin Marianne Grunthal, die am 2. Mai 1945 von SS-Männern ermordet wurde, haben Stadtpräsident Stephan Nolte und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow gestern ein Blumengebinde niedergelegt. "Auch 65 Jahre nach der Tat sind wir noch immer ersch rocken darüber, dass eine Frau hingerichtet werden konnte, die den Satz ausgesprochen hatte: ,Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!", sagte Nolte vor rund 100 Gästen am Gedenkstein neben dem Bahnhofsge bäude. Ihre impulsive Reak tion auf die Nachricht von Hitlers Tod habe Grunthal, die keine Wider stands kämpfe rin gewesen sei und sich damals zufällig in Schwerin aufgehalten habe, das Leben gekostet. "Der Name Marianne Grunthal darf nicht vergessen werden", forderte der Stadt präsident. Ihr Tod sei Mahnung für einen respektvollen Umgang mit dem Leben .

Im April 1945 hatte sich Grunthal, die in Zehdenick bei Berlin aufgewachsen ist, einem Flüchtlingstreck in Richtung Mecklenburg an geschlossen. In Zippendorf wurden sie und viele andere Flüchtlinge von der Mitteilung überrascht, Hitler sei tot. Nach ihrem spontanen Ausruf "Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!" wurde Marian ne Grunthal verhaftet, zusammengeschlagen, von der NS-Kreisleitung verurteilt und auf einem Last wagen in die Stadt trans portiert. Die SS-Männer bahnten sich ihren Weg zum Bahnhofsvorplatz, wo sie die Lehrerin an einem Leitungsmast der Straßenbahn aufhängten.

Neben dem Gedenkstein erinnert auch eine Tafel auf dem nach ihr benannten Bahnhofsvorplatz an Marianne Grunthal.

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