Gadebusch : Mann wollte Kind ins Auto locken

Nicht zu Fremden ins Auto steigen - dieser einfache Rat sollte Kindern frühzeitig nahegebracht werden. Foto: Jens Schierenbeck/dpa
Nicht zu Fremden ins Auto steigen - dieser einfache Rat sollte Kindern frühzeitig nahegebracht werden. Foto: Jens Schierenbeck/dpa

Ein Autofahrer hat gestern in Gadebusch offenbar versucht, ein Kind in ein Auto zu locken. Nach Polizeiangaben hatte sich der Vorfall gegen 7.40 Uhr vor einer Schule ereignet. Das Kind reagierte zum Glück richtig.

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23. Februar 2011, 07:59 Uhr

Gadebusch | In der Stadt Gadebusch hat ein Autofahrer gestern offenbar versucht, ein Kind in ein Auto zu locken. Nach Polizeiangaben hatte sich der Vorfall gegen 7.40 Uhr vor einer Schule in der Agnes-Karll-Straße ereignet. Das zehnjährige Mädchen habe in der Situation richtig reagiert und ließ sich nicht darauf ein, dem Mann den Weg zum Bahnhof zu zeigen. Daraufhin fuhr der ca. 40-Jährige davon. "Der Unbekannte soll mit einem schwarzen Pkw mit NWM-Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Er soll langes, rötliches Haar sowie einen Ohrring und ein Unterlippenpiercing haben", sagte Klaus Wiechmann von der Polizeidirektion Schwerin. Die Polizei in Gadebusch (03886/ 7220) hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht noch mögliche Zeugen.

"Prinzipiell sollten sich Kinder nicht auf Lockversuche einlassen. Es ist wichtig, dass Kinder Distanz schaffen und auf sich aufmerksam machen", so Wiechmann. Kinder sollten in solchen Situationen auch durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machen, damit Erwachsene ihnen zur Hilfe eilen können.

Auch wenn in diesem Fall dem Kind nichts geschehen ist, so dürften Eltern besorgter denn je sein. Denn die von der Bundesregierung beschlossenen Einsparungen auf dem zweiten Arbeitsmarkt haben zu Kürzungen im Bereich der Ein-Euro-Jobs geführt. Davon betroffen sind auch die Stellen der Schulwegbegleiter. "Es ist ärgerlich, dass diese Maßnahmen nicht verlängert werden - zumindest bis zum Ende des Schuljahres", verdeutlichte der Gadebuscher Hauptamtsleiter Matthias Jankowski. Schulwegbegleiter sollen u. a. für die Sicherheit der Kinder sorgen.

Das CDU-Kreistagsmitglied Dennis Klüver hatte erst vor wenigen Wochen vor dem Aus der Schulwegbegleiter gewarnt. Er sprach von einer Bankrotterklärung.

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