Christian Wulff zeichnet Schweriner aus : Manfred Walther erhält das Bundesverdienstkreuz

Christian Wulff (l.) überreicht Manfred Walther den Orden.
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Christian Wulff (l.) überreicht Manfred Walther den Orden.

Mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist am Montag der Schweriner Manfred Walther ausgezeichnet worden. Der hatte unter anderem in Schwerin die erste Theaterstiftung Deutschlands ins Leben gerufen.

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06. Dezember 2010, 08:19 Uhr

Berlin | Manfred Walther hat in seinem Leben schon viele Ehrungen erhalten, der gestrige Tag jedoch wird ihm für immer in freudiger Erinnerung bleiben: Bundespräsident Christian Wulff hatte den Schweriner ins Schloss Bellevue eingeladen und anlässlich des Tages des Ehrenamtes mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet.

"Ich war schon etwas aufgeregt, aber nicht sehr", erzählte Walther, der von seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Berlin begleitet wurde, nach der Ordensverleihung. "Denn ich war ja schon einmal beim Bundespräsidenten, das war 2004. Da hatte mich Johannes Rau zum Neujahrsempfang eingeladen. Aber diese Begegnung verlief viel intensiver, viel persönlicher, denn wir waren nur 23 Personen", schildert der 75-Jährige seine Eindrücke. "Es war wirklich sehr festlich und würdevoll."

Wulff hatte dem Schweriner nicht einfach nur den Orden überreicht und ihm gratuliert, sondern in seiner Rede Walthers "außergewöhnliches Engagement und herausragenden Leistungen für unser Land" gewürdigt. Ausdrücklich hob der Bundespräsident die Verdienste des Schweriners im Kulturbereich hervor. Er erinnerte daran, dass Walther mit der Initiierung der Bürgerstiftung für das Mecklenburgische Staatstheater 2002 die erste Theaterstiftung in Deutschland ins Leben gerufen hatte und dass unter Walthers langjährigem Vorsitz die Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin sich zum größten Kultur-Förderverein des Landes Mecklenburg-Vorpommern entwickelte. Christian Wulff sprach dem Schweriner aber auch seine Wertschätzung für bürgerschaftliches Engagement in anderen Bereichen wie etwa beim DRK oder als ehrenamtlicher Schöffe aus.

Allen 23 Geehrten gab der Bundespräsident den Auftrag mit auf den Weg, auch weiterhin engagiert für das Gemeinwohl tätig zu sein und Vorbild für andere zu bleiben. Und die Statistik belege, dass Ehrenamtler länger leben, fügte Wulff lachend hinzu.

Für Manfred Walther, der 1991 als Sparkassendirektor nach Schwerin kam, ist dieses bürgerschaftliche Mittun ohnehin Berufung. "Das habe ich von meinem Vater sozusagen mit in die Wiege gelegt bekommen, er hat sich beim DRK engagiert", erzählte der frisch gebackene Ordensträger, der auch mit 75 Jahren unermüdlich die Trommel rührt, um die Schweriner Theatertradition zu erhalten und die darin wirkenden Menschen ideell zu unterstützen.

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