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Lokales

11. Dezember 2017 | 06:44 Uhr

Mandatsträger tritt aus NPD aus

vom

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2010 | 07:49 Uhr

Wittenburg | Der Wittenburger Stadtvertreter Ramon Resesky geriet auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung mächtig in Erklärungsnot. Dr. Barbara Gubalke von der SPD-Fraktion forderte den mit dem Mandat der NPD in die Wittenburger Stadtvertretung eingezogenen Mandatsträger nachdrücklich auf, sich endlich zu seiner Parteizugehörigkeit zu erklären.

Hintergrund: In einem internen Papier teilte Resesky im März dem Bürgermeister der Stadt Wittenburg, Norbert Hebinck, mit, dass er seit Jahresbeginn aus der NPD ausgetreten sei. Allerdings wolle er eine öffentliche Erklärung seiner Mandatsabgabe noch nachreichen. Und die forderten Dr. Barbara Gubalke und auch Dr. Margret Seemann von der SPD-Stadtfraktion jetzt auf der jüngsten Sitzung zunächst erfolglos ein.

"Stadtvertreter wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben"

Immerhin habe die Öffentlichkeit ein Recht darauf, zu erfahren, mit wem möglicherweise andere Fraktionen der Wittenburger Stadtvertretung beabsichtigen, zusammenzuarbeiten, so die Beiden am Mittwoch in der öffentlichen Runde. Ein gehöriges Maß an Misstrauen gegenüber dem Stadtvertreter Resesky, dass er trotz Austritts aus der NPD Sympathisant der Rechtsextremen sei, spielte sicherlich bei dieser öffentlichen Nachfrage ebenso eine begründete Rolle. Das bekräftigte dann auch noch einmal Bürgervorsteherin Sybill Moß. "Wir als Stadtvertreter müssen wissen, mit wem wir es zu tun haben." Mit dieser Öffentlichkeit hatte der Angesprochene allerdings so seine Probleme. Denn nach der Aufforderung von Dr. Gubalke, dass er den Stadtvertretern eine öffentliche Antwort schuldig sei, konterte er, dass das auch geschehen werde. Den Zeitpunkt dafür bestimme aber er alleine. Offensichtlich wurde dann aber doch der Druck auf Ramon Resesky so groß, dass er im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretung eine Erklärung zu seinem Austritt aus der NPD abgab. Gegenüber SVZ äußerte er sich schriftlich. Darin heißt es, "dass ich das Mandat für die NPD in der Stadt Wittenburg beendet habe, mein Mandat aber als Bürger der Stadt Wittenburg parteilos weiterführen werde". Ob allerdings seine Begründung die anderen Mandatsträger der demokratischen Parteien überzeugen wird, bleibt abzuwarten.

Heiraten im Schnee soll im Alpincenter möglich werden

Bürgermeister Norbert Hebinck informierte auf der jüngsten Sitzung darüber, dass es im Alpincenter Hamburg-Wittenburg und in der Stadt Bemühungen gibt, die darauf hinaus laufen, dass es in absehbarer Zeit möglich sein wird, auf dem Gipfel der Skipiste heiraten zu können. Das sei nach den Worten von Norbert Hebinck möglich, wenn die Kommune dazu vor Ort eine Außenstelle des Standesamtes einrichtet. Das werde jetzt von den zuständigen Stellen geprüft, und man ist in Wittenburg durchaus optimistisch, dass das Vorhaben auch gelingen wird. Alpincenter und Kommune versprechen sich mit diesem außergewöhnlichen Angebot eine zusätzliche Werbewirkung für die Wintersportregion Wittenburg.

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