zur Navigation springen

Frostschutzberegnung angedacht : Mai-Frostnacht sorgt für Ertragsausfall

vom

Die Nacht vom 4. auf den 5. Mai 2011 wird Günter Brandt, Prokurist der Boddinobst GmbH und Co KG, nicht so schnell vergessen. Der Frost hat in großen Teilen der Plantagen des Unternehmens erheblichen Schaden angerichtet.

svz.de von
erstellt am 15.Jul.2011 | 08:09 Uhr

Boddin | Die Nacht vom 4. auf den 5. Mai dieses Jahres wird Günter Brandt, Prokurist der Boddinobst GmbH und Co KG, nicht so schnell vergessen. Ein Spätfrost hat in großen Teilen der Apfelplantagen des Boddiner Unternehmens erheblichen Schaden angerichtet. Das Resultat dieser Naturgewalt ist heute unübersehbar in den Plantagen. Dort, an den Apfelbäumen, wo an den Ästen sonst rote und gelbe Äpfel hingen, ist fast gähnende Leere, leuchtet das Grün der Blätter.

"Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr einen Erlös von nur einem Drittel einer normalen Ernte bekommen werden. Allerdings rechnen wir nicht damit, dass dieses Frostereignis einen Einfluss auf die Preisentwicklung bei Äpfeln haben wird. Denn in anderen Regionen Europas wird es durchaus gute Apfelernten geben", macht Günter Brandt unter dem Hinweis deutlich, dass das Unternehmen aufgrund der Frostschädigung einen Erlösausfall von rund einer Million Euro haben wird. Auf etwa 185 Hektar stehen rund um Boddin auf den Plantagen die Apfelbäume, 45 Hektar im Bioanbau, und auf 140 Hektar wird integriert produziert. Dabei ist der Gelbe Köstliche die Hauptsorte für die Babynahrungs-Produktion. Weitere Apfelsorten sind natürlich der Elstar, sowie Braeburn, Jonagold und Idared. Aus heutiger Sicht wird der Erntebeginn in der letzten August-Woche liegen. Günter Brandt musste aufgrund der aktuellen Situation bereits einem Großteil der Erntehelfer absagen. Zudem ist aus wissenschaftlichen Untersuchungen erwiesen, dass sich aufgrund der Erderwärmung der Blühbeginn immer weiter in das Frühjahr vorverlagert. Deshalb besteht zunehmend mehr die Gefahr, dass die Kulturen von Spätfrösten geschädigt werden können. Der Spätfrost hat sich auf den verschiedenen Revieren des Boddiner Unternehmens unterschiedlich ausgebreitet. "So brauchen wir in Karft und teilweise auch in Püttelkow gar nicht erst zum Ernten hinfahren. Dort ist nichts an den Bäumen", ist vom Apfelspezialisten zu erfahren. Um nicht noch einmal so eine Schädigung hinnehmen zu müssen, macht sich das Team der GmbH Gedanken darüber, in eine Frostschutzberegnung zu investieren. "Wir wollen zumindest in den Kernbereichen, dort wo die preisintensiven Sorten stehen, für mehr Schutz sorgen", betont Günter Brandt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen