Lustige Springer auf dem Turm

Höhepunkt und Abschluss der Show: Der Auftritt der 'Lustigen Springer' sorgt für Beifall bei den begeisterten Zuschauern. Georg Scharnweber
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Höhepunkt und Abschluss der Show: Der Auftritt der "Lustigen Springer" sorgt für Beifall bei den begeisterten Zuschauern. Georg Scharnweber

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21. November 2010, 06:44 Uhr

Hansaviertel | Die Neptun-Schwimmhalle am Sonnabendnachmittag im Ausnahmezustand: tosender Beifall, rhythmisches Klatschen, das "O" und "A" der fast 2000 Zuschauer über die tollen Darbietungen unterschiedlichster Farbgebungen im Marmorsaal oder von Brett und Turm. Die von den Norddeutschen Neuesten Nachrichten präsentierte 14. Springershow des Wasserspringerclubs Rostock (WSC) war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.

Das fand auch die extra aus Lübeck mit ihren drei Kindern angereiste Angelika Stamnitz: "Rostocks Ruf ist durch Bekannte auch zu uns gedrungen. Da wollten wir einmal hineinriechen. Das haben wir in keiner Weise bereut. Es war eine gesunde Mischung von Darbietungen des Wasserspringens. Vor allem für meine Kleinen waren die ,Lustigen Springer der absolute Höhepunkt", sagt die junge Mutter. Die Showeinlagen gaben einen Einblick in die verschiedenen sportlichen Techniken. Eins weiß Stamnitz schon jetzt: "Wir kommen wieder und lotsen noch mehr Besucher in die Halle."

Sportgymnastik und Limbo-Tanz

Bereits zum "Trockenauftakt" im Marmorsaal schwappte der Funke über. Nach Beifall für die frisch gebackene Doppel-Weltmeisterin im Rudern, Marie-Luise Dräger vom Olympischen Ruderclub Rostock, den stellvertretend für viele freiwillige Helfer geehrten Henry Ott und Joachim Dietrich ging es so richtig in die Vollen. Für Stimmung sorgten in der Rhythmischen Sportgymnastik die jungen Damen des Hanse-Turnvereins, die Mädels von "In Style" aus Evershagen und die Limbo-Show. Alles Darbietungen, die man sich auch in einer Handball-Halbzeitpause vorstellen könnte.

Das erste Mal den Mund nicht so richtig zu bekamen die Besucher beim Auftritt von Florian Müller, Tinh Phan Thanh und Wilson Bischoff von der Phönix Kung Fu & Tai Chi Schule der Hansestadt. Vor allem Letzterer, vor Kurzem im schottischen Edinburgh Weltmeister geworden, forderte in der Solo-Darbietung den Applaus nur so heraus. Sifu, Lehrer oder Trainer, André Weber, selbst Vize-Champion: "In unserer Schule widmen wir uns der Choreografie, dem Kampf ohne Gegner."

HC-Empor-"Promi"wagt sich an den Zehner

Einen vermeintlichen Gegner, den inneren Schweinehund, brauchte Wilson dann im Springen der Prominenten nicht zu überwinden. Cool ging er die Sache auf der Plattform an, machte eine "Dame" ins Wasser. Auch René Gruszka vom HC Empor wagte den Sprung vom Zehner: Haltungsnote 9,0 mit kleinen Reserven in der Eintauchphase. Angestachelt wurden sie durch Annika Walter. Die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin lotste das Duo auf den höchsten Punkt, sprang für "Promis" ein, die leider ihre Zusage nicht einhielten. Staunen auch im weiten Rund, als Saskia Oettinghaus, Leonard Bastian und Lukas Orlowski neue Sprünge mit Unterstützung des Luft- und Wassergemisches zur Verhinderung von Verletzungen zeigten. Aber auch die ganz Kleinen demonstrierten, was sie mit dem kühlen Nass anstellen können.

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